Zack Polanski, Leiter der Grünen Partei in England und Wales, riet seinen Kollegen in Australien, die Wut der Bevölkerung zu erkennen und diese zu nutzen, um populistische rechte Politik entgegenzuwirken. Er betonte, dass die politische Linke lernen musste, die Erzählkraft der populistischen Rechten zu verstehen, wie sie Emotionen mobilisierte. Polanski erklärte, dass die rechte Seite sehr geschickt darin war, auf die Wut der Menschen einzugehen, diese zu befeuern und dadurch schneller Ergebnisse zu erzielen.
Er mahnte die Progressiven, diese Wut nicht zu nähren, sondern sie aufmerksam zu beobachten und darüber zu sprechen. Er stellte fest, dass die Menschen zunehmend wütend und enttäuscht wurden und bereit für Veränderungen standen. Er merkte an, dass die Progressiven oft zu schnell in die Hoffnung oder in Lösungen eilten, wodurch sie die notwendige Verbindung zur aktuellen emotionalen Lage der Bürger verfehlten.
Polanski schlug vor, dass die Progressiven die Führungspersonen der rechten Parteien von jenen zu trennen, die möglicherweise für diese Parteien abstimmen wollten. Er argumentierte, dass viele Menschen, die das Establishment ablehnten und nach etwas anderem suchten, tatsächlich grüne Wähler sein konnten. Diese Wähler besaßen zwar möglicherweise Bedenken hinsichtlich der Kosten der Lebenshaltung und der Ungleichheit, doch diese Kernanliegen waren entscheidend.
Die Grüne Partei befand sich in einer schwierigen Lage, da die rechte Partei Reform UK nun die Hauptpartei auf der rechten Seite darstellte. Die Führung der Victorianer Grünen, Ellen Sandell, fragte Polanski nach der Position der Partei in dieser zersplitterten politischen Landschaft. Er antwortete, dass es einen Punkt erreicht habe, an dem die populistischen Parteien die Nachrichtenagenda dominierten.
Er betonte, dass die Progressiven diese Kräfte nicht ignorieren durften, sondern sie direkt kontern mussten, indem sie die notwendige Gegenbewegung darstellten. Er warnte davor, dass die bloße Diskussion von Lösungen als unrealistisch oder unbedacht erscheinen konnte. Stattdessen schlug er vor, den Menschen Raum zu geben, ihre Frustration auszudrücken und zu verarbeiten, bevor Lösungen angeboten wurden. Diese Haltung schuf eine mächtige Erfahrung, die auch auf der politischen Ebene Anwendung fand.