Guatemala forderte US-Militärkooperationen. Der Präsident Bernardo Arévalo teilte mit, dass die Regierung Unterstützung bei Ausrüstung, Schulungen und Experten für ihre Operationen gegen den Drogenhandel suchte. Die Kooperation umfasste die Nutzung bestehender bilateraler Abkommen. Die Regierung betonte jedoch, dass keine Vereinbarung für ausländische militärische Operationen auf nationalem Territorium existierte.
Arévalo und der Verteidigungsminister Henry Sáenz sprachen mit dem US-Verteidigungssekretär Pete Hegseth, um die Bedingungen der Zusammenarbeit zu bestätigen. Die Absicht bestand darin, eine bereits im Jahr 2024 implementierte Strategie zu erweitern. Arévalo erklärte gegenüber Journalisten, dass die Möglichkeiten zur Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen erörtert wurden.
Die Berichterstattung über diese Gespräche erfolgte im Kontext einer breiteren Strategie des Weißen Hauses. Diese Strategie zielte darauf ab, die Präsenz der US-Militärkräfte in Lateinamerika zu normalisieren, um über Mexico Hebel zu gewinnen. Das Pentagon beabsichtigte zudem, Honduras dazu zu drängen, gemeinsame militärische Maßnahmen anzunehmen.
Ein Sprecher des Pentagon erklärte, dass das Departement unter der Führung des Sekretärs Hegseth weiterhin mit vertrauenswürdigen Partnern arbeitete, um das Heimatland zu verteidigen und den westlichen Hemisphäre zu sichern. Das Weiße Haus bestätigte, dass die Verwaltung die Agenda des Präsidenten fortsetzte.
Im weiteren Kontext verstärkten internationale Kartelle, unterstützt durch lokale Drogenhändler, die Gewalt in Guatemala und anderen zentralamerikanischen Ländern. Schätzungen zufolge durchquerten neunzig Prozent des Kokas, das die Vereinigten Staaten erreichte, Zentralamerika und Mexiko mittels Lastwagen, Flugzeugen, Booten und U-Booten.