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Wirtschaft

Guinea verboten Rohgoldexporte, um lokale Aufbereitung zu fördern

Politikmaßnahme zielt auf wirtschaftliche Stärkung und Schaffung von Arbeitsplätzen ab

Guinea verbot die Ausfuhr von unbearbeitetem Gold, um die lokale Aufbereitung dieses Edelmetalls zu fördern. Diese Politik trat unmittelbar in Kraft, nachdem Präsident Mamadi Doumbouya industrielle und handwerkliche Goldproduzenten sowie Käufer getroffen hatte. Das Ziel der Maßnahme bestand darin, die Wirtschaft anzukurbeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Der Präsident erklärte, dass Guinea nun verlangte, dass sein Gold innerhalb seiner eigenen Grenzen verarbeitet werden müsse. Rohgold durfte somit nicht mehr aus Guinea exportiert werden. Andere Länder nutzten die Aufbereitung und den Handel ihrer Rohstoffe zur Erzielung wirtschaftlicher Vorteile.

Guinea war laut dem Weltgoldrat das sechsthöchste Goldproduzentenland Afrikas. In den ersten Quartalen des laufenden Jahres exportierte das Land über 22 Tonnen des Metalls. Parallel dazu stand ein neues Raffinerieprojekt in der Hauptstadt Conakry kurz vor der Fertigstellung. Diese Anlage verfügte über eine Kapazität von 250 Tonnen pro Jahr und sollte die aktuelle Goldproduktion des Landes bewältigen.

Ausländische Unternehmen, die im Land tätig waren, erhielten eine Warnung. Sie riskierten den Verlust ihrer Lizenzen und die Beendigung ihrer Bergbauverträge, sollten sie die neue Richtlinie missachten. Die Maßnahme folgte auf ähnliche Schritte in anderen afrikanischen Staaten. In Tansania und Uganda war die Ausfuhr von unverarbeiteten Mineralien wie Gold und Kupfer bereits verboten. Auch Ghana plante, die Ausfuhr von Rohgold bis 2030 zu untersagen. Zudem hatte der Top-Lithiumproduzent Simbabwe die Ausfuhr von Konzentraten des für Batterien verwendeten Metalls ab 2027 untersagt.

Guinea war zudem der weltweit größte Produzent von Bauxit, dem Rohstoff, der zur Herstellung von Aluminium verwendet wurde. Diese strategische Neuausrichtung der Goldpolitik signalisierte den Wunsch Guinea, den Wertschöpfungsprozess im eigenen Land zu verankern. Die Entscheidung zeigte, dass die afrikanischen Staaten zunehmend Maßnahmen ergriffen, um den Mehrwert aus ihren Rohstoffen zu maximieren.

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