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Millionen Pilger begannen die Hajj trotz Kriegssorgen im Nahen Osten

Die Pilgerfahrt fand inmitten geopolitischer Spannungen statt

Mehr als eine Million ausländischer Pilger begannen die jährliche Hajj-Pilgerfahrt in Saudi-Arabien. Diese Entscheidung erfolgte angesichts der tiefen Besorgnis in der Region, die durch den Konflikt zwischen Iran und den westlichen Mächten erschüttert wurde. Die saudischen Behörden meldeten letzte Woche, dass rund 1,51 Millionen Pilger ausserhalb des Königreichs angekommen waren. Diese Zahl lag 11.000 über dem Vorjahr, was die anhaltenden Unsicherheiten in der Region widerspiegelte.

Vor dem Wirksamwerden eines fragilen Waffenstillstands lancierte der Iran Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf Saudi-Arabien sowie seine Golfnachbarn. Diese Vergeltung erfolgte als Reaktion auf Luftangriffe der Vereinigten Staaten und Israels. Im März starben zwei Zivilisten in der zentralen Stadt al-Kharj bei einem iranischen Angriff, und zudem wurde ein US-Soldat an der nahegelegenen Prince Sultan Air Base getötet. Das saudische Verteidigungsministerium veröffentlichte zudem ein Video, das Luftverteidigungssysteme am Rande der heiligen Stadt Mekka zeigte. Die Behörden erklärten, dass die Luftverteidigungskräfte die Himmel über den heiligen Stätten schützten und die Sicherheit der Gäste gewährleisteten.

Viele Pilger drückten ihre Hoffnung aus, dass die Vereinigten Staaten und der Iran eine Friedenslösung erzielen konnten. Ein ägyptischer Pilger äusserte, dass der Krieg im Iran die ganze Welt betraf und niemand Kriege oder Schäden an Ländern und Völkern wünschte. Andere Pilger bedankten sich darüber, dass sie nach Monaten der Ungewissheit, Verkehrsbehinderungen und steigender Reisekosten in Saudi-Arabien ankommen konnten. Ein marokkanischer Pilger berichtete, dass er die Pilgerfahrt sein ganzes Leben lang erhofft hatte und dass sein Traum dieses Jahr wahr geworden war.

Die Hajj bildete einen der fünf Säulen des Islam und fand im zwölften Monat des islamischen Mondkalenders statt. Die Pilger mussten sich zudem mit Temperaturen von 45 Grad Celsius am ersten Tag der Pilgerfahrt auseinandersetzen. Sie besuchten die Große Moschee von Mekka und vollzogen die Tawaf, eine rituelle Umrundung der Kaaba. Danach reisten sie nach Mina, wo sie über Nacht in Zelten verweilten, bevor sie zum Berg Arafat wanderten. Dieser Tag auf dem Berg Arafat galt als Höhepunkt der Hajj-Zeremonie.

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