Pauline Hanson äußerte die Befürchtung, dass kleine Unternehmen unter den Kosten für bezahlte Elternzeit zusammenbrechen würden. Sie argumentierte, dass die Forderung nach bezahlter Freistellung für Eltern die wirtschaftliche Tragfähigkeit kleiner Betriebe gefährdete. Obwohl es in Australien keine gesetzliche Verpflichtung für Arbeitgeber zur Übernahme der Elternzeit-Leistungen bestand, gewährten den Arbeitnehmern zwölf Monate unbezahlten Urlaub. Dennoch kritisierte Hanson die Praxis, Gehälter für Abwesenheit zu zahlen, und verband dies mit der Geschlechterlücke in den Löhnen. Sie erklärte, dass die Differenz in den Gehältern resultierte, weil Frauen Zeit für die Kinderbetreuung nahmen, ohne dass ihre Vergütung gesichert blieb.
Hanson versuchte anschließend, ihre Äußerungen zu präzisieren. Sie erklärte gegenüber der Sendereihe, dass die Regierung die Übernahme der Elternzeit bezahlen könne, jedoch die Kosten für kleine Unternehmen zu hoch seien. Sie betonte, dass es den Unternehmen obliege, ob sie diese Leistungen in ihrer Unternehmenspolitik integrierten oder nicht. Sie stellte klar, dass sie nicht beabsichtigte, die Möglichkeit der Elternzeit abzuschaffen, sondern dass die ursprüngliche Aussage aus dem Kontext gerissen worden sei.
Daten des Bundesregierens zeigten, dass fast siebzig Prozent der Unternehmen zusätzliche Elternzeit-Leistungen ihren Mitarbeitern gewährten. Mit Inkrafttreten des staatlich finanzierten Systems, das ab dem ersten Juli 26 Wochen zum Mindestlohn bot, erhöhte sich diese Leistung auf 26 Wochen, anstatt der bisherigen 24 Wochen.
Der Parteivorsitzende der Nationalpartei, Matt Canavan, forderte Hanson auf, die scheinbare Änderung ihrer Position seit der Rede der Woche zu erläutern. Tanya Plibersek, eine Labor-Politikerin, bezeichnete Hansons jüngste Äußerungen als unehrlich und kritisierte, dass die One Nation die Funktionsweise der Politik nicht verstand. Plibersek argumentierte, dass Hanson mehrfach behauptet hatte, sie unterstütze keine bezahlte Elternzeit.
Plibersek stellte fest, dass kleine Unternehmen keine Wahl zwischen Karriere und Familie erzwingen sollten. Sie betonte, dass die einzige Lösung von Hanson darin bestand, Menschen gegeneinander auszuspielen, anstatt Lösungen anzubieten, die den Familien tatsächlich helfen konnten. Der Sprecher für Kinderbetreuung, Matt O’Sullivan, betonte, dass Familien das System verstanden und dass keine Pläne zur Rücknahme des bezahlten Elternzeit-Systems bestanden. Er betonte, dass bezahlte Elternzeit die Wahl und Unterstützung für Familien darstellte.