Die Oppositionspolitikerin Pauline Hanson lehnte den geplanten Waffenrückkauf in Australien entschieden ab, der als Reaktion auf den Terroranschlag in Bondi Beach beschlossen worden war. Hanson betonte, dass die Maßnahme nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung entsprach und die Bürger nicht für die Kosten des Rückkaufs aufkommen sollten. Die Bundesregierung und die staatliche Regierung Neuseelands einigten sich auf eine Aufteilung der Kosten für das Programm. Die Gesetzgebung für den Rückkauf hatte bereits Anfang des Jahres im Parlament verabschiedet. Die Kompensationen für verschiedene Waffenarten wurden festgelegt, wobei die Steuerzahler nach Ansicht von Hanson nicht für das Programm bezahlen sollten. Sie argumentierte, dass der Rückkauf vor allem die verantwortungsbewussten Bürger betraf, wie beispielsweise Landwirte, die ihre Waffen für ihre Tätigkeit benötigten.
Parallel dazu kritisierte Hanson die starren Regeln der Altersvorsorge. Sie forderte eine Lockerung der Vorschriften, damit Arbeitnehmer ihre Ersparnisse in Zeiten wirtschaftlicher Notlagen nutzen konnten. Hanson erklärte, dass die Regeln zu rigide seien und die Menschen unter finanziellem Druck oder bei der Anschaffung ihrer ersten Immobilie Zugang zu ihren Altersvorsorgegeldern vermissen ließen. Sie forderte eine Anpassung der Vorschriften, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Mittel in Krisenzeiten einzusetzen.
Im Bereich der Migration äußerte Hanson ihre Ablehnung gegenüber der aktuellen Struktur der internationalen Studenten. Sie bezeichnete die damit verbundene Industrie als eine Farce und argumentierte, dass diese genutzt wurde, um Menschen in das Land zu locken, die jedoch nur für kurze Zeit dort verblieben und anschließend die Studienfächer änderten. Hanson forderte drastische Kürzungen bei der Anzahl der internationalen Studierenden, um die Situation zu verbessern.
In der internationalen Politik fand zudem eine wichtige Besprechung statt. Der Verteidigungsminister Richard Marles besuchte Papua-Neuguinea und die Salomoneninseln. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Stärkung der Verteidigungszusammenarbeit und die Umsetzung des historischen Pukpuk-Vertrags. Marles besuchte anschließend die Salomoneninseln und traf den Premierminister Matthew Wale. Dort nahm er an der Eröffnung des Western Border Outpost teil, einer Einrichtung, die Polizei, Zoll, Einwanderungs- und Biosicherheitsbeamte vereinte und die Patrouillenboote der Salomoneninseln unterstützte. Marles betonte, dass die Sicherheit im Pazifik am effektivsten sei, wenn sie von den pazifischen Nationen selbst geleitet werde.
In kulturellen Angelegenheiten äußerte Hanson ihre Ablehnung gegenüber dem jährlichen Mardi Gras in Sydney. Sie erklärte, dass sie das Ereignis nicht mochte und seine Existenz als „unnatürlich“ empfand. Sie betonte, dass die persönliche Sexualität hinter verschlossenen Türen bleiben müsse und es nicht die Aufgabe irgendeiner öffentlichen Veranstaltung sei. Die Debatte um die australische Gesellschaft blieb somit angespannt und vielschichtig.