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Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Evakuierung nach Kanarische Inseln

Spanien übernimmt Verantwortung bei medizinischer Hilfe für Crew und Passagiere

Ein niederländisches Kreuzfahrtschiff, das mit einem Hantavirus-Ausbruch auf seiner Bordwand konfrontiert ist, wird nach den Kanarischen Inseln in Spanien segeln. Die spanische Gesundheitsbehörde hat die Notwendigkeit einer dringenden medizinischen Versorgung für mehrere Personen bestätigt, die auf ein Krankenhausflugzeug evakuiert werden müssen. Dazu gehören zwei Besatzungsmitglieder, darunter ein britischer Arzt, sowie eine weitere Person, die mit einem deutschen Staatsbürger in Verbindung steht, der verstorben ist.

Vor der Abfahrt des Schiffes aus Kap Verde wurden die Passagiere und Crew unter strengen Vorsichtsmaßnahmen behandelt. Mehrere Personen, darunter 149 weitere Insassen aus 23 Ländern, blieben an Bord, während die genaue Evakuierungsliste noch festgelegt wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, dass Kap Verde die notwendigen Kapazitäten für diese Operationen nicht besitzt. Die Kanarischen Inseln wurden als die nächstgelegene Region mit den erforderlichen medizinischen Einrichtungen identifiziert.

Die Situation wird durch die jüngsten Berichte über Hantavirus verschärft, welches theoretisch durch Nagetiere übertragen wird, aber auch über enge Kontakte auf Schiffen verbreitet werden kann. Bisher wurden sieben Fälle identifiziert, darunter zwei bestätigte und fünf vermutete Fälle. Die betroffenen Personen, einschließlich eines britischen Staatsbürgers, wurden bereits für medizinische Behandlungen nach Südafrika verlegt.

Spanien betont seine moralische und rechtliche Verpflichtung, die betroffenen Personen zu unterstützen. Nach der Ankunft auf den Inseln werden Crew und Passagiere umfassend untersucht und entsprechend versorgt. Spezielle Räumlichkeiten und Transportmittel werden eingerichtet, um jeglichen Kontakt mit der lokalen Bevölkerung zu vermeiden und die Sicherheit des medizinischen Personals zu gewährleisten.

Die weiteren Reisenden werden voraussichtlich innerhalb von drei bis vier Tagen auf den Kanarischen Inseln eintreffen, wobei die genaue Ankunftshafen noch nicht finalisiert ist. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Gesundheitsrisiken zu minimieren und eine sichere Rückkehr für alle Beteiligten zu ermöglichen.

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