FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Welt

Nachverfolgung von Passagieren nach Hantavirus-Unfall auf Kreuzfahrtschiff

Weltgesundheitsorganisation bewertet Risiko als gering, während Behörden Kontaktverfolgung intensivieren

Gesundheitsbehörden weltweit sind mit der Verfolgung von zahlreichen Personen beschäftigt, die von einem Hantavirus-befallenen Kreuzfahrtschiff auf der Insel St Helena abgestiegen sind. Der Betreiber des niederländischen Schiffes berichtete über die Entlassung von zwanzig neun Passagieren, die aus mindestens zwölf verschiedenen Nationalitäten stammten. Die niederländische Regierung gab eine höhere Zahl von vierzig Personen an, die das Schiff am 24. April verlassen hatten.

Auf dem Schiff verstarben zwei Personen, deren Todesfälle derzeit untersucht werden. Eine sechzigjährige niederländische Frau, die später in Südafrika starb, war eine der Opfer. Zudem verstarb ein Mann an Bord, was zu weiteren Ermittlungen führte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte, dass fünf von acht vermuteten Fällen des Hantavirus nun bestätigt wurden. Obwohl die Situation ernst war, bewertete die WHO das öffentliche Gesundheitsrisiko als gering.

Die Übertragungswege des Virus wurden durch die WHO detailliert beschrieben. Die ersten beiden bestätigten Fälle zogen über Argentinien, Chile und Uruguay, während einer Vogelbeobachtungstour, die Orte beinhaltete, an denen die Rattenart, die das Virus trägt, vorkam. Die Organisationen arbeiten eng mit den zuständigen Stellen zusammen, um die genauen Ankunfts-, Quarantäne- und Screening-Verfahren für alle Passagiere festzulegen.

Mehrere Personen wurden aus dem Schiff evakuiert, darunter britische, niederländische und deutsche Staatsbürger. Ein britischer Mann, der als Martin Anstee identifiziert wurde, befindet sich in stabilem Zustand. Gleichzeitig isolierte die Kommunale Krankheitsbehörde auf St Helena die Reisenden und riet sie zur Selbstisolation als Vorsichtsmaßnahme. Ein umfassender, risikobasierter Kontaktverfolgungsprozess wurde in diesem Zusammenhang eingeleitet.

Auch in anderen Regionen laufen die Maßnahmen. Die Kommunikationsbehörde Singapurs isolierte und testete zwei Personen, die auf St Helena abgestiegen waren. Zudem überwachen zwei US-Bundesstaaten drei Passagiere, die nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten gelangten. Die Gesundheitsbehörden betonen die Notwendigkeit einer sorgfältigen Überwachung, um weitere mögliche Fälle auszuschließen.

HantavirusKreuzfahrtGesundheitsrisikoKontaktverfolgung

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp