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Wissenschaft

Hantavirus-Ausbruch: Amerikaner und Franzosen trugen Virus nach Kreuzfahrt zurück

Nach Rückkehr aus dem Schiff wurden mehrere Personen positiv getestet; Gesundheitsbehörden bewerteten das Risiko als gering.

Amerikanische und französische Staatsbürger, die nach der Abreise eines Kreuzfahrtschiffes positiv auf Hantavirus getestet wurden, berichteten die Gesundheitsbehörden. Ein weiterer amerikanischer Passagier auf der Rückflugroute zeigte milde Symptome, was die Vorsicht unterstrich. Beide Reisenden hatten sich in sogenannten Biocontainment-Einheiten auf die Heimreise begeben.

Der französische Gesundheitsminister Stéphanie Rist informierte über eine Frau, die in Paris isoliert wurde und deren Gesundheitszustand sich verschlechterte. Es wurden insgesamt 22 Kontaktfälle identifiziert. Auf dem MV Hondius, das derzeit in den Kanarischen Inseln Spaniens festgemacht war, starben drei Passagiere, darunter ein niederländisches Paar und eine deutsche Frau. Zwei dieser Todesfälle trugen das Virus.

Die Übertragung von Hantavirus erfolgte üblicherweise über Nagetiere. Dennoch war die menschliche Übertragung der Anden-Stammvariante, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei einigen niederländischen Passagieren in Südamerika vermutete, möglich. Symptome umfassten Fieber, extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden.

Die Behörden beurteilten das Risiko eines größeren Ausbruchs als sehr gering. Das US-Gesundheitsministerium teilte mit, dass alle siebzehn amerikanischen Staatsbürger auf dem Flug eine klinische Begutachtung in Nebraska durchlaufen würden. Die Weltgesundheitsorganisation empfahl zudem eine Isolationsdauer von 42 Tagen für jene, die das Schiff verließen.

Der Leiter des US-Zentrums für Krankheitskontrolle (CDC), Dr. Jay Bhattacharya, versicherte, dass die Übertragung zwischen Menschen selten sei und nicht wie bei dem Covid-Virus behandelt werden dürfe. Die Passagiere, die das Schiff verließen, trugen Schutzbekleidung und Masken. Mehrere weitere Reisende wurden in den Niederlanden, Südafrika und Spanien unter Quarantäne gestellt, um die Verbreitung zu verhindern.

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