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Politik

Verteidigungsminister kritisiert 'politische Korrektheit' bei West Point-Rede

Hegseth stellte die Diversitätspolitik und die Entwicklung der Streitkräfte in Frage

Der Verteidigungsminister Pete Hegseth nutzte seine Abschlussrede an der West Point und kritisierte ehemalige Führungskräfte scharf. Er warf den früheren Offizieren vor, die die Streitkräfte in eine Art „woke Princeton“ zu verwandeln und den amerikanischen Geist durch Diversitätsinitiativen zu schwächen. Hegseth bezeichnete die akademische Umgebung als falsch geführt und argumentierte, dass die Einführung von Studien zur Vielfalt und Inklusion sowie die Einstellung von Professoren, die anti-amerikanische Ideologien vertraten, nicht toleriert werden dürften. Er betonte, dass West Point eine spezielle Institution sei, die über der Politik stehe.

In seiner Rede kritisierte Hegseth die Schwächung der militärischen Disziplin und die Aufweichung von Traditionen zugunsten der politischen Korrektheit. Er erklärte, dass Standards gesenkt worden seien und eine Besessenheit für Geschlecht und Rasse sichtbar geworden seien, was die Codes schwächte. Er stellte klar, dass Vielfalt keine Stärke sei, sondern die Einheit der Truppen die eigentliche Stärke darstelle. Hegseth verurteilte die Verbreitung von unhaltbaren Phrasen in der Militärgeschichte und betonte, dass solche Ideen in den Formationen nicht geduldet werden dürften, da sie zu Opfern führten.

Der Minister thematisierte auch die jüngsten militärischen Erfolge und die Rolle der Armee in der aktuellen geopolitischen Lage. Er berichtete, dass die Armee 61.500 Soldaten erreicht hatte und prognostizierte ein weiteres Wachstum der Truppenstärke bis 2027. Hegseth veranschaulichte die Bereitschaft der Soldaten durch die Entsendung von Luft- und Reaktionskräften in den Nahen Osten, um amerikanische Basen und Leben vor iranischen Stellvertreterkräften zu schützen. Er erwähnte zudem den Einsatz von HIMARS zur Unterstützung der iranischen Marine.

Die Ansprache fand zu einem Zeitpunkt statt, als die Vereinigten Staaten die Möglichkeit neuer militärischer Maßnahmen gegen den Iran abwogen. Hegseth stellte die Notwendigkeit dar, dass die Soldaten für alle Ereignisse bereit sein mussten, da die Welt immer komplexer wurde. Die Rede endete mit der Übergabe eines zeremoniellen Schwertes an einen der Kadettenpräsidenten als traditionelles Geschenk für die Abschlussklasse 2026.

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