Zwei Hubschrauber kollidierten in Griechenland, während sie gegen ausbrechende Waldbrände kämpften. Der Vorfall ereignete sich etwa 65 Kilometer westlich der Hauptstadt Athen. Ein Video zeigte, wie der Propeller eines Hubschraubers den Propeller des anderen traf, was zu einer Flammenexplosion führte. Beide Fluggeräte stürzten in einen Graben. Berichten zufolge befanden sich zwei der vier Besatzungsmitglieder unbewusstlos, während die übrigen leichte Verletzungen erlitten.
Die Kollision fand während einer Brandbekämpfungsoperation im Gebiet Psatha statt. Die griechische Feuerwehr gab an, dass die beiden BELL-Hubschrauber, die vom Brandamt gemietet wurden, vom Militärflugplatz Elefsina abflogen. Die genaue Ursache des Zusammenstoßes wurde noch untersucht.
Die Brände in Griechenland hatten sich in dieser Woche verschärft und zwangen viele Einwohner zur Evakuierung ihrer Wohnungen. Starke Winde behinderten die Bemühungen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Mehr als 500 Feuerwehrleute kämpften über die letzten 72 Stunden in einem Gebiet, das Porto Germeno, Psatha, Fokida, Megara und Kefalonia umfasste.
Die Situation in Griechenland war bereits durch mehrere Todesfälle verschärft worden. Vor diesem Vorfall waren drei Feuerwehrleute bei der Bekämpfung außer Kontrolle geratener Brände auf Kreta und auf dem griechischen Festland gestorben.
Die Ursachen für die zunehmende Häufigkeit von Waldbränden lagen in den klimatischen Bedingungen. Ein milderer und feuchterer Winter hatte das Pflanzenwachstum begünstigt, welches dann in den folgenden heißen Perioden austrocknete und Brennmaterial für die Brände lieferte. Diese Bedingungen wurden durch den Klimawandel noch verstärkt.
In ganz Europa erlebte die Region eine Reihe verheerender Brände. Frankreich und Spanien kämpften ebenfalls gegen große Feuer, obwohl einige dieser Brände bereits unter Kontrolle gebracht wurden. Die Ereignisse in Griechenland unterstrichenen die Notwendigkeit, auf die zunehmenden Extremwetterereignisse vorbereitet zu sein. Die Regierung warnte vor „schwierigen Tagen“, was die allgemeine Besorgnis über die ökologische Lage verstärkte.