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Hilfsorganisator in Gaza getötet

Ein palästinensischer Mitarbeiter, der Weltcup-Veranstaltungen organisierte, wurde bei israelischem Beschuss getötet

Ein palästinenscher Hilfsorganisator wurde bei einem israelischen Raketenbeschuss in Gaza getötet. Mohamed al-Wahidi, 57 Jahre alt, der Direktor des ägyptischen Komitees in Gaza, starb kurz vor dem Spiel zwischen Ägypten und Argentinien. Al-Wahidi hatte über Jahre hinweg an Hilfsprojekten und Entwicklungsinitiativen im palästinensischen Gebiet gearbeitet. Er organisierte jüngst die Übertragung von Weltcup-Spielen über den Gazastreifen, was als willkommene Ablenkung angesichts der anhaltenden Notlage, der nur teilweise beobachteten Waffenruhe und der täglichen israelischen Angriffe diente.

Der Angriff ereignete sich in der Nähe der Sabra-Distrikt in Gaza City, etwa eine Stunde vor dem Spielbeginn. Al-Wahidi hatte die Zugänglichkeit der Spiele für die Bevölkerung in der Stadt ermöglicht. Er befand sich auf dem Weg zu einer Übertragung in Tel al-Hawa im Süden von Gaza City, als eine Rakete sein Fahrzeug traf. Sein Fahrer überlebte, doch mindestens drei weitere Personen auf der Straße wurden getötet, darunter zwei jüngere Brüder, die von einem Fußballspiel zurückkehrten. Ein weiterer Opfer war Ahmed Daghmush, 30 Jahre alt, der durch Splitter in einem Nachbarhaus verletzt wurde und kurz darauf an seinen Verletzungen starb.

Die israelische Verteidigungsstreitkräfte (IDF) bestätigten den Beschuss und erklärten, dass al-Wahidi nicht das Ziel der Rakete gewesen sei. Sie gaben an, die Rakete habe auf einen Terroristen in der militärischen Flanke der Hamas gerichtet. Die IDF räumte ein, dass sie sich der Behauptung bewusst sei, dass unbeteiligte Zivilisten durch den Angriff geschädigt worden seien. Die Streitkräfte versicherten, dass sie alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hätten, um solchen Schaden zu mindern.

Die Tragödie verdeutlichte die anhaltende humanitäre Krise. Seit der Erklärung der Waffenruhe durch die USA im Oktober wurden über tausend Palästinenser durch israelische Militäraktionen getötet und fast dreitausend fielen. Die israelische Armee besetzte weiterhin über 60 Prozent des Gazastreifens, und eine bedeutende Wiederaufbauarbeit wurde untersagt. Eine unabhängige UN-Enquete-Kommission berichtete kürzlich, dass palästinensische Kinder während des Krieges und auch nach der Waffenruhe gezielt angegriffen und getötet wurden. Die Gesamtzahl der Todesopfer Palästinas seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 überschritt 73.000.

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