Die Hitzewellen stellten Europa vor große Herausforderungen. In Westeuropa erlebten die Regionen ihre heißesten Juni-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen, und Städte in Deutschland verzeichneten Temperaturen, die 40 Grad Celsius überstiegen. Diese extreme Hitze zwang die Bevölkerung zu neuen Lösungen für den Aufenthalt im Wohnraum. Ein deutscher Ingenieur berichtete, dass er in einer Wohnung im Dachgeschoss lebte, deren Überhitzung den normalen Lebensalltag unmöglich machte.
In dieser Situation stieß der Ingenieur auf den PortaSplit, eine tragbare Split-Klimaanlage des chinesischen Hausgerätegiganten Midea. Dieses Gerät erfüllte europäische Vorschriften und wurde schnell zu einem der begehrtesten Produkte der Region. Die Nachfrage nach den Einheiten stieg rapide, und Modelle erschienen sogar auf Wiederverkaufsplattformen, wo sie den ursprünglichen Verkaufspreis von rund 750 Euro überstiegen. Dieses Phänomen zeigte, wie dringend eine praktikable Kühlung in den betroffenen Gebieten war.
Ein zentraler Vorteil des PortaSplit lag in seiner Fähigkeit, bauliche Einschränkungen zu umgehen. Viele europäische Städte hatten strenge Vorschriften zum Denkmalschutz, welche die Modifikation von Außenwänden, beispielsweise das Bohren für externe Klimaanlagen, untersagten. Midea löste dieses Problem auf eine interessante Weise, da das Gerät mit einer leichten Außeneinheit geliefert wurde, die die Nutzer selbst vor den Fenstern platzieren konnten. Ein Wiener Beobachter erklärte, dass Midea diese technische Hürde erfolgreich überwunden hatte.
Die Verbreitung der Klimaanlagen war ein deutliches Zeichen für eine Verschiebung der Konsumentenhaltung. In Ländern wie Frankreich, Spanien, Deutschland und dem Vereinigten Königreich stiegen die Verkaufszahlen von Midea um mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch andere Hersteller reagierten auf die gestiegene Nachfrage. Während einige Umweltverbände die Nutzung von Klimaanlagen kritisierten, da sie Strom verbrauchten und zur CO2-Emission beitrugen, argumentierten andere, dass die Geräte notwendig seien, um die Bevölkerung vor extremer Hitze zu schützen. Die Weltgesundheitsorganisation empfahl zwar einen differenzierten Ansatz, betonte jedoch die Notwendigkeit, Bevölkerungsgruppen zu schützen.
Die Akzeptanz der chinesischen Technologie wurde von chinesischen Medien als Erfolg für Produkte aus China gefeiert. Diese Sichtweise kontrastierte mit der anfänglichen Skepsis. Europäische Nutzer berichteten, dass die Qualität und das Design der Produkte moderner seien als bei älteren chinesischen Produkten. Midea positionierte den PortaSplit als Kombination aus deutscher Ingenieurskunst und italienischem Design. Dies signalisierte einen allgemeinen Wandel im Image chinesischer Technologieprodukte, weg von traditionellen Bereichen hin zu innovativen Lösungen. Midea sah in dieser Entwicklung ein erhebliches langfristiges Wachstumspotenzial in Europa.