Frankreich erlebte eine anhaltende Hitzewelle, die weite Teile des Landes betraf. Mehr als die Hälfte des Landes verblieb unter einem Rot-Alarm, während Zehntausende von Haushalten in West-Brittany ohne Strom blieben. Gleichzeitig wurde in der Region Maine-et-Loire ein bedeutender Waldbrand über Nacht unter Kontrolle gebracht. Die Hitze führte zu den ersten größeren Stromausfällen im Land, da ein Problem mit einem Transformator die Versorgung beeinträchtigte. Die Behörden versprachen, die Stromversorgung erst Ende Mittwoch wiederherzustellen.
Die Hitze hatte auch kulturelle Auswirkungen. Das Louvre-Museum in Paris verlängerte seine Schließzeiten von Mittwoch auf Samstag, da die historische Bausubstanz als nicht ausreichend an den Klimawandel angepasst galt. Es wurde betont, dass die Hitze durch die Besucherzahlen zusätzlich verstärkt wurde und das Gebäude fragil blieb.
Die Hitzewelle breitete sich schnell auf andere europäische Regionen aus. Die Niederlande erließen einen Code Orange, der auf eine hohe Wahrscheinlichkeit gefährlicher Wetterlagen in den südlichen und zentralen Gebieten bis mindestens Freitag hinwies. In Belgien herrschte ein Orange-Alarm, und die Temperaturen erreichten dort 37 Grad Celsius.
Auch Deutschland sah eine deutliche Erwärmung vor, wobei die Temperaturen über das Wochenende auf 40 Grad Celsius stiegen. Die Warnungen erstreckten sich weiter nach Osteuropa, wo für Länder wie Polen, Kroatien und Ungarn schwere Hitzewarnungen ausgesprochen wurden. Frankreich, Spanien und Italien waren die am stärksten betroffenen Länder.
Die Folgen der Hitze waren gravierend. In Frankreich starben seit letztem Donnerstag vierzig Menschen bei hitzebedingten Vorfällen. Zudem verzeichneten die Dürre und die Hitze eine massive Belastung für die Wasserversorgung Europas. Der Klimawandel trieb die Temperaturen weltweit an, und Europa erwärmte sich als kontinent, der doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Dies führte zu intensiveren Waldbränden und erhöhter Belastung der Wasserressourcen.