Die intensive Hitzewelle brachte Deutschland und Polen in die Lage, Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius zu verzeichnen. Die Erwartungen für die Temperaturen stiegen in Teilen Mitteleuropas und Nordeuropas dramatisch an, während die Hitzeperiode ihren Höhepunkt erreichte. Am Samstag und Sonntag erwarteten die Wettervorhersagen in Deutschland und Polen Höchstwerte von 40 Grad Celsius oder mehr. In Österreich erklärte das Grand Prix-Wochenende in Spielberg eine Hitzgefahr, die erste solche Ankündigung in dieser Saison. Während des Rennens stiegen die Temperaturen in den Bereich der niedrigen Dreißiger Grad Celsius, was eine deutliche Erwärmung gegenüber dem üblichen Niveau für die Veranstaltung darstellte.
Die extreme Hitze führte auf dem Kontinent zu schweren Gewittern. In der Sverdlovsk-Region Zentralrusslands meldete man am Abend des 22. Juni einen starken Tornado. Dieser Wirbelsturm, der auf einer Skala von drei von fünf Fujita bewertet wurde, verletzte sechzehn Menschen und beschädigte oder zerstörte etwa hundert Wohnhäuser und Unternehmen in der Stadt Kushva. Die Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Stromversorgung der Stadt wiederherzustellen. Experten bemerkten, dass solche Wirbelstürme in Russland selten auftraten, doch die Klimaveränderungen machten eine Zunahme solcher Ereignisse in Zukunft wahrscheinlicher.
Parallel dazu verursachten extreme Niederschläge in Teilen Chinas katastrophale Folgen. Im Bezirk Zengcheng bei Guangzhou registrierte man am Donnerstagabend mehr als hundert Millimeter Regen innerhalb von drei Stunden. Diese Starkregenereignisse traten während der Meiyu-Saison, der Regenzeit in Südchina, im Juni und Juli auf. Solche extremen Niederschlagsmengen führten zu Warnungen der Meteorologischen Behörde. Solche Ereignisse konnten zu Sturzfluten, Schlammfluten und Felsstürzen in bergigen und städtischen Gebieten führen.