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Wissenschaft

Hitzewelle: Zentrale und Westeuropa sahen rekordverdächtige Temperaturen

Wettermodelle deuteten auf eine Verschiebung der Hitzefronten hin, während in Südosteuropa Brände ausbrachen.

Eine weitere Welle der Hitze erwartete die zentrale und westliche europäische Region in der kommenden Woche. Die neuesten Wettervorhersagemodelle zeigten, dass die Tageshöchsttemperaturen in Frankreich, Spanien und Italien während der ersten Hälfte der Woche weit in die hohen Dreißiger Grad stiegen. Deutschland, Polen und die Tschechische Republik erlebten die höchsten Temperaturen jedoch gegen Ende der Woche. Diese Verschiebung der Hitze konzentrierte sich auf die Bewegung des Hochdruckgebiets. Zu Beginn der Woche zentrierte sich ein Tiefdruckgebiet im Atlantik, während ein Hochdruckgebiet über den Niederlanden warme Luft aus Südeuropa nach Norden zog. Während der Arbeitswoche verlagerte sich das Hochdruckgebiet etwas weiter nach Süden und Osten, wodurch die warme Luft, die sich über Westeuropa befand, in Teile Deutschlands und Zentraleuropas eindringen konnte.

Die Hitze in Zentral- und Westeuropa dieses Sommers war unerbittlich. Die Wetterübersicht der vergangenen Woche hob rekordverdächtige Temperaturen für den Monat Juli in Österreich hervor. Nur wenige Tage später, am 4. August, wurde dieser Rekord mit 41,0 Grad in Stammersdorf, nordöstlich der Hauptstadt Wien, gebrochen. Diese Zahl übertraf den bisherigen Rekord von August 2003 um 0,7 Grad. Unglaublich war, dass dieser Rekord am darauffolgenden Tag erneut durchbrochen wurde, als 41,2 Grad in Deutsch-Altenburg gemessen wurden. Gleichzeitig stellte Slowakei am selben Tag mit 41,4 Grad einen neuen Höchstwert auf.

Die anhaltende europäische Hitzewelle, die mit einem vertikal ausgedehnten Antizyklon verbunden war, hob die Gefriergrenze über 4.000 Meter in weiten Teilen der Alpenregion an. Diese atmosphärische Ebene lag weit über vielen alpinen Gletschern und beschleunigte den Schmelzprozess. Auf der gegenüberliegenden Seite des Atlantiks wurde in Badwater, Kalifornien, eine Temperatur von 51,8 Grad registriert, welche die höchste Temperatur der Vereinigten Staaten bis dato für das Jahr 2026 darstellte.

Obwohl die südöstlichen Teile Europas vor den schlimmsten Sommerhitzen bewahrt blieben, entfachten in den letzten Tagen Brände. Extrem starke nordwindige Böen, die über 70 Meilen schnellten, zogen durch die griechischen Inseln am 29. Juli. Diese Winde verursachten, dass Mittelspannungsleitungen schwankten und Funken produzierten, welche Vegetation unterhalb entzündeten. Ein Teil des Palmenwaldes am Preveli-Strand in Kreta erlitt durch einen Brand, doch das Zentrum des Waldes blieb vor den schlimmsten Zerstörungen verschont.

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