Eine drittes großes ‘Hitzedom’-Ereignis traf in der vergangenen Woche die Vereinigten Staaten. Diese Wetterlage erfasste ein weites Gebiet, das vom Golf von Mexiko bis zu den Großen Ebenen und dem Mittleren Westen reichte. Etwa 70 Millionen Menschen sahen sich erhöhten Hitzewarnungen ausgesetzt, da die Temperaturen in weiten Teilen des südlichen und zentralen Landes gefährlich hoch stiegen.
Die Temperaturen erreichten 95 bis 105 Grad Fahrenheit (35 bis 40 Grad Celsius), wobei in einigen Gebieten der südwestlichen Vereinigten Staaten die Hitze sogar 120 Grad Fahrenheit (48 Grad Celsius) erreichte. Diese erhöhte Hitze blieb durch das Hitzedom gefangen, welches ein Hochdrucksystem darstellte und die Wärme über Tage oder Wochen in einer Region festhielt.
Die Häufigkeit und Intensität solcher Hitzewellen verschlechterten sich aufgrund der menschengemachten Klimakrise. Die Freisetzung von hitzebindenden Gasen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe führte dazu, dass die globalen Temperaturen über alles angehoben wurden, was eine Eskalation der Wetterextreme zur Folge hatte.
Bereits im Juli hatte eine große Hitzewelle einige Feiertagsveranstaltungen im Osten des Landes abgesagt. Eine weitere Hitzewelle traf weiter westlich und führte zu Temperaturrekorden in Montana. Das jüngste Ereignis konnte Rekorde in der Region Denver potenziell brechen, während die Nationale Wetterdienst eine extreme Hitzewarn für westliches Nebraska ausgab, wo die Temperaturen am Wochenende 108 Grad Fahrenheit (42 Grad Celsius) erreichen sollten.
Hitze stellte sich als die tödlichste Wetterphänomen in den Vereinigten Staaten dar. Erhöhte Temperaturen während der Nacht und hohe Luftfeuchtigkeit in der jüngsten Hitzewelle boten den Betroffenen keine Erleichterung. Besonders gefährdet waren ältere Menschen, schwangere Frauen, junge Kinder sowie Personen mit bestehenden gesundheitlichen Beschwerden.
Auch in Europa herrschten gefährliche Bedingungen. 250.000 Menschen flohen vor Waldbränden in Spanien und Frankreich. Eine separate Hitzewelle im Juni verursachte schätzungsweise 5.700 Todesfälle in Frankreich. Teile des Vereinigten Königreichs brachten ebenfalls Brände hervor, da trockene und heiße Bedingungen das Gelände für die Entstehung von Flammen vorbereiteten.
Ein Experte bemerkte, dass die aktuellen Beobachtungen den Erwartungen entsprachen. Er erklärte, dass die Wettermodelle der neunzehunderte genau beschrieben hatten, was nun geschah: häufigere, schwerere Hitzewellen, größere Temperaturabweichungen, höhere Luftfeuchtigkeit und höhere Nachttemperaturen. Diese Phänomene gehörten zum Gesamtbild der Klimageschichte.