Eine Hitzewelle, welche den westlichen Teil der Vereinigten Staaten erfasste, erhöhte die Gefahr gefährlicher Brandbedingungen. Insbesondere in Teilen von Oregon und Washington war die Wahrscheinlichkeit für Waldbrände gestiegen, da niedrige Luftfeuchtigkeit und starke Winde die Behörden zur Alarmbereitschaft riefen. Der Nationale Wetterdienst prognostizierte blistering Temperaturen bis Anfang nächster Woche, die im Südwesten zwischen 110 und 120 Grad Celsius erreichen konnten. Im Nordwesten des Pazifiks erwarteten sich die Höchstwerte in den kommenden Tagen Werte im neunzig-Grad-Bereich.
Mehrere westliche Bundesstaaten kämpften mit verheerenden Waldbrandsaisons. In Oregon verbrannten sich bis Juli etwa 1,8 Millionen Acres (730.000 Hektar). Am Samstag wurde für Ost-Oregon eine besonders gefährliche Situation mit einem Rot-Flag-Warnungseintrag verhängt, da Wetterbeamte Windböen von 30 bis 40 Meilen pro Stunde vorhersagten.
In Washington zogen über 1.000 Brände durch rund 425.000 Acres. Dies stellte ein Ausmaß an Zerstörung dar, das seit 2021 nicht mehr beobachtet worden war, berichtete das staatliche Department für natürliche Ressourcen. Die Landesbeamten versuchten, zwölf große Brände einzudämmen, welche zusammen über 200.000 Acres in Flammen setzten. Die aktive Waldbrandperiode fiel mit einer Dürre zusammen, bedingt durch unzureichende Schneemengen. Der Staat verließ sich auf den Schneeschmelze, um seine Flüsse und Speicherbecken zu füllen, doch dieses Jahr fiel die Niederschlagsmenge mehr als Regen als Schnee.
Die Kombination aus Dürrebedingungen, extremer Hitze und starken Winden führte dazu, dass der Gouverneur von Washington, Bob Ferguson, das Freiluftverbrennen bis Ende September vorübergehend verbot. Der Kommissar für öffentliche Flächen, Dave Upthegrove, erklärte, dass die Feuerwehrleute bereits überlastet waren. Er betonte, dass jede neue Funke auf den trockenen Landschaften zu einem weiteren verheerenden Waldbrand führen konnte, wenn die Hitze und der Wind in den kommenden Wochen anhielten.