Warnungen vor extremer Hitze wurden in Frankreich, Spanien und anderen Teilen West- und Mitteleuropas ausgesprochen. Die Temperaturen erreichten voraussichtlich 40 Grad Celsius, was zu weitreichenden Maßnahmen führte. Mehr als die Hälfte der Regionen Frankreichs befand sich unter der härtesten Wetterwarnung, und Hunderte von Schulen mussten geschlossen werden. Météo-France prognostizierte, dass die Hitzeperioden in den kommenden Tagen intensiver werden sollten.
Die steigenden Temperaturen wurden durch heiße Luft verursacht, die aus der Sahara nach Norden zog und dort die Hitze in den betroffenen Gebieten festhielt. Experten vermuteten, dass diese Bedingungen zu einer der längsten Hitzewellen der jüngeren Vergangenheit führen könnten. Wissenschaftler sahen in wiederkehrenden Hitzewellen ein deutliches Zeichen für den globalen Klimawandel. Météo-France betonte, dass die Häufigkeit solcher Ereignisse ein Indikator für die globale Erwärmung sei.
In Spanien warnte der staatliche Wetterdienst Aemet vor „extrem hohen“ Temperaturen für die Saison, wobei einige Gebiete Werte von 44 Grad Celsius erreichen sollten. Für das Baskenland wurde eine rote Warnung ausgegeben, da Temperaturen in San Sebastian auf 40 Grad Celsius anstiegen, fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt für diese Jahreszeit. Auch Italien erließ rote Warnungen für zwölf Städte, darunter Mailand und Rom, nachdem die Temperaturen mehrere Tage über 35 Grad Celsius lagen.
In Deutschland starben fünf Menschen bei tödlichen Schwimmunfällen am Wochenende, als die Temperaturen bereits 38 Grad Celsius erreichten. Gleichzeitig kämpften die Feuerwehrleute in Griechenland gegen ein Waldbrand nahe Akraifnio, der durch heiße, trockene Wetterbedingungen und starke Winde ausgelöst wurde und die temporäre Schließung einer wichtigen Autobahn zwang.
In Frankreich wurden zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren in ihrem Familienauto im Süden Frankreichs gefunden, wobei ihr Tod mit dem Wetter zusammenhing. Die genauen Umstände der Todesfälle blieben unklar, doch die örtliche Staatsanwaltschaft vermutete einen Zusammenhang mit der Hitzewelle. Die Behörden riefen die Bevölkerung eindringlich dazu auf, sich in unüberwachten Gebieten wie Seen und Flüssen nicht abzukühlen, nachdem am Wochenende bereits dreizehn Ertrinkungsfälle gemeldet worden waren.
Die Regierung Frankreichs verhängte zudem ein Alkoholverbot für alle staatlich organisierten Veranstaltungen, um die Rettungsdienste zu entlasten und medizinischem Personal die Versorgung der gefährdeten Bevölkerung zu ermöglichen. Météo-France warnte, dass die Hitzewelle „weit verbreitet, langanhaltend und intensiv“ sei und die Temperaturen bis zum Ende der Woche nicht sinken würden.