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Politik

Hitzewellen setzten die Polizei in Manchester unter enormen Druck

Unvergleichliche Belastung durch Wetterextreme und städtisches Wachstum

Die Polizei Greater Manchester erlebte eine beispiellose Belastung durch die anhaltend heißen Wetterbedingungen. In Ashton-under-Lyne herrschte an einem der heißesten Tage des Jahres eine hohe Fußgängerfrequenz. Beamte waren in ziviler Kleidung und in Sichtflugzeugen präsent, um gesuchte Verdächtige festzunehmen und Personen von Interesse aufzuhalten. Im Rahmen der Operation Avro verhafteten die Beamten insgesamt 54 Verdächtige im Bezirk Tameside.

Die Nachfrage nach polizeilichem Personal stieg in den letzten zwei Monaten exponentiell an. Die Polizei erhielt im Juli eine Rekordzahl von 152.000 Kontakten von der Öffentlichkeit, was die höchste Zahl war, die die Behörde in einem einzigen Monat verzeichnete. Obwohl die Fußball-Weltmeisterschaft eine Rolle spielte, erklärten die Beamten, dass die anhaltenden Hitzeperioden die Hauptursache für die zusätzliche Belastung des Strafverfolgungsapparates darstellten.

Auch andere Polizeibehörden erlebten eine Zunahme der Notrufe. Daten des National Police Chiefs’ Council zeigten, dass die Notrufvolumina im Juli im Vergleich zum Vorjahr um etwa 11,5 Prozent stiegen. Zudem erhöhten sich die digitalen Meldungen über die Plattformen der Polizei um zehn Prozent im Jahresvergleich. Die Met Office bestätigte, dass Juli den heißesten und trockensten Monat aller Zeiten darstellte, und die Hitzewellen setzten in den August fort.

Der Bezirkschef des Tameside, James Grundy, erläuterte die Ursachen der erhöhten Anrufe. Er betonte, dass die Wetterbedingungen Menschen nach draußen trieben, was zu einer Steigerung des Alkoholkonsums und zu erhöhter Nutzung von Wasserreservoirs führte. Grundy berichtete über eine Zunahme von Anrufen bezüglich unbefugter Nutzung von Fahrrädern, störendem Verhalten und dem Entzünden von Grillen an Orten, die anfällig für Waldbrände waren.

Die Herausforderung lag in der Priorisierung der Einsätze. Grundy erklärte, dass die Beamten Einsätze nach Gefahr, Schaden und Risiko priorisieren mussten, was bedeutete, dass manche Bürger nicht immer die angemessene Reaktionsstärke erhielten. Die Polizeibeamten berichteten von extremer Arbeitsbelastung. Der diensthabende Sergeant Rob Froggatt betonte, dass die Beamten täglich „ausgebrannt“ waren und oft von anderen Bereichen zur Unterstützung aufgerufen wurden.

Der Bezirksdirektor Arif Nawaz hob die Auswirkungen des städtischen Wachstums hervor. Die rasche Entwicklung Манчеستers brachte mehr Menschen in die Stadt, was die Polizeidimension zusätzlich belastete. Neue Veranstaltungsorte wie die Co-op Arena und die AO Arena zogen Zehntausende von Besuchern an. Nawaz betonte, dass die wiederholten Hitzewellen ein ernstes gesellschaftliches Problem seien, das sowohl von der Gesellschaft als auch von der Polizeidienststelle berücksichtigt werden müsse. Er schloss mit der Feststellung, dass eine Veränderung der Personalbesetzung notwendig werde, wenn die Wetterextreme über die kommenden Jahre andauern sollten.

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