Der japanische Tee Hojicha, ein aus grünem Tee hergestelltes Getränk, gewinnt zunehmend an Beliebtheit und dringt auf die Menüs von Cafés ein. Dieser Tee wird bei hohen Temperaturen geröstet, was ihm ein charakteristisches, nussiges Aroma verleiht. Im Gegensatz zu grünem Tee ist Hojicha weniger bitter und besitzt einen geringen Koffeingehalt, was ihn zu einer attraktiven Alternative für Konsumenten macht.
Die Verbreitung des Hojicha beschleunigt sich in Großbritannien, insbesondere in Form von Milch-Hojicha-Latte und Desserts. Verkaufszahlen von Eiskaffee-Hojicha-Latten stiegen beispielsweise bei einer Kette von Cafés um fünfzig Prozent im ersten Quartal des Jahres. Experten beobachten, dass Hojicha schnell vom Nischenprodukt zu einem Mainstream-Getränk wird, was auf eine breitere Akzeptanz hindeutet.
Diese Entwicklung findet im Kontext des etablierten Matcha-Trends statt. Während Matcha weltweit omnipräsent ist, suchen Konsumenten nach neuen Geschmackserlebnissen und vermeiden zunehmend überzogene Süßungsmittel und Aromen. Einige Kunden empfanden den Matcha als zu intensiv, weshalb sie auf mildere Alternativen wie Hojicha umsteigen.
Parallel dazu erleben auch andere Teesorten eine Renaissance. Neben Hojicha wachsen auch die Verkaufszahlen von Kombucha und verschiedenen schwarzen Tees. Zudem gewinnen süße, milchige indische Tees wie Karak Chai an Bedeutung, während auch neue Getränke auf den Markt kommen, die auf gesundheitliche Vorteile ausgerichtet sind. Die Verschiebung der Konsumgewohnheiten zeigt, dass die Nachfrage nach Getränken mit funktionalen Eigenschaften steigt.
Die Branche signalisiert eine spannende Zeit für den Teehandel. Obwohl die genaue zukünftige Entwicklung unvorhersehbar bleibt, zeigen die Marktdaten, dass die Vielfalt der Teesorten und die Suche nach einzigartigen Geschmackskombinationen die zukünftigen Trends bestimmen werden.