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Soziales|Politik

Homelessness und Krankheit: Warnungen vor dem Tod ohne Unterkunft

Familie einer First Nationserin sah sich mit langen Wartezeiten und systemischer Gleichgültigkeit konfrontiert

Die Familie einer obdachlosen First Nationserin fürchtete, dass sie ohne eine sichere Unterkunft sterben würde. Die Frau, die an Septikämie litt, sah sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zurück auf die Straße. Experten warnten davor, dass die Wartezeit auf eine angemessene Wohnung Jahre dauern konnte, was die unmittelbare Gefahr für ihr Leben erhöhte.

Andrea Woodley befand sich wochenlang im Krankenhaus wegen Septikämie, die durch infizierte Blasen an den Füßen nach dem Schlafen auf der Straße ausgelöst worden war. Die Ärzte erklärten, dass die bakterielle Infektion in ihr Herz vorgedrungen war. Ihre Mutter äußerte große Sorge, dass ihre Tochter ohne adäquate Behandlung und eine geeignete Unterkunft nicht weiterhelfen konnte. Sie befürchtete, dass die fehlende Möglichkeit, angemessene Kleidung und Schuhe zu erhalten, die Fußinfektionen zu schützen, die Situation verschärfte.

Woodley verließ das Krankenhaus und fand sich wieder auf der Straße. Die Familie litt unter intergenerationellem Trauma und Gewalt, was die Verletzlichkeit der jungen Frau zusätzlich erhöhte. Die Mutter befürchtete, dass die Krankheit und die mangelnde Sicherheit sie noch anfälliger für Angriffe machten. Sie befürchtete, dass jede telefonische Nachricht schlechte Nachrichten brachte und dass die nächste Erkrankung zu spät käme.

Die Rechtsanwältin und Wohnungsorganisation Dr. Betsy Buchanan berichtete über die mangelnde Reaktion der Behörden. Sie informierte das Wohnungsamt über Woodleys akuten Gesundheitszustand und die drohende Todesgefahr. Dennoch teilte das Amt eine lange Wartezeit von zwei Jahren mit, obwohl die medizinischen Unterlagen sehr stark waren. Die Behörde erklärte, dass alle Antragsteller auf der Prioritätenliste gleich behandelt wurden und keine Ausnahmen gemacht wurden, selbst wenn eine First Nationserin unmittelbar von ihrem Tod bedroht war.

Die Regierung in Westaustralien sah sich zunehmend unter Druck bezüglich der Wartelisten für öffentliche Wohnungen. Die jüngste Entscheidung, Räumungen ohne Begründung zu verbieten, wurde als begrüßenswertes Signal empfunden. Dennoch zeigte sich die systemische Ungerechtigkeit: Eine andere Noongar-Frau starb kurz nach der Geburt und zwei Monate nach ihrer Räumung aus der öffentlichen Wohnung. Die Behörde versprach, die Bedürfnisse der Antragsteller zu erfüllen, doch die Realität der langen Wartezeiten blieb für Woodley und ihre Familie eine unüberwindbare Hürde.

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