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Hormuz-Streit: Oman und Iran sprachen über Route, Iran warnte vor sofortiger Öffnung

Verhandlungen über eine neue Schifffahrtsroute hielten an, doch die Wiedereröffnung des Wasserwegs hing von weiteren Bedingungen ab.

Oman berichtete über positive Gespräche mit dem Iran hinsichtlich einer Vereinbarung zur Sicherung einer Schifffahrtsroute durch den Hormus-Straße. Teheran warnte jedoch, dass eine solche Einigung keine sofortige Wiederöffnung dieser lebenswichtigen Wasserstraße bewirkte. Beide Seiten deuteten am Samstag an, dass die Diskussionen voranschritten, eine konkrete zeitliche Planung für eine abschließende Einigung blieb jedoch unklar.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass die Gespräche in den Endphasen seien, die Wiedereröffnung des Kanals sei jedoch „von anderen Bedingungen abhängig“. Er gab eine oberflächliche Einschätzung dieser Bedingungen an.

Der Iran hatte die Wasserstraße effektiv blockiert, durch die etwa ein Fünftel des globalen Öls und Erdgases normalerweise floss. Die Blockade begann, als die Vereinigten Staaten und Israel im Februar Angriffen auf die Route verübten.

Der Sicherheitschef des Iran, Mohammad Baqer Zolqadr, teilte der Nachrichtenagentur Tasnim mit, dass die Hormus-Straße nicht wieder geöffnet werde, solange die Vereinigten Staaten ihr Verhalten nicht „korrigierten“. Er forderte, dass die USA sechs iranische Forderungen erfüllten, darunter ein Ende der Drohungen gegen den Iran, die Entfernung der Seeblockade iranischer Häfen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte.

Zusätzlich zu den politischen Forderungen existierte ein Streitpunkt bezüglich möglicher Gebühren für Schiffe, die die Straße durchquerten. Iran hatte zuvor Berichte über die Forderung nach Gebühren zwischen fünf und sieben Prozent des Warenwerts von Fracht ausgesetzt. Die Vereinigten Staaten wiesen diese Berichte zurück und erklärten, dass der Iran keine Pläne zur Einführung von Zöllen auf die Hormus-Straße besaß.

Die Spannungen manifestierten sich auch in maritimen Vorfällen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) berichteten, dass der Iran einen Tanker der staatlichen Ölgesellschaft Adnoc mit einer Rakete angegriffen hatte. Später berichtete die britische Agentur UKMTO über ein Schiff, welches vor der Küste Omans von einer unbekannten Projektil getroffen wurde, was zu einem Feuer führte, das jedoch gelöscht wurde.

Obwohl die Verhandlungen voranschritten, blieb die Gesamtsituation angespannt. Die Möglichkeit einer Wiederherstellung des Schifffahrtsverkehrs hing von der Erfüllung komplexer Bedingungen ab, die die beteiligten Akteure noch klären mussten.

IranOmanHormus-StraßeGeopolitikSchifffahrt

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