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Houthi-Angriffe auf Saudi-Arabien: Reaktion der Koalition

Drohnen und Raketen zielten auf Städte und Energieanlagen; die Saudi-geführte Koalition versprach Gegenmaßnahmen

Die vom Iran unterstützte Houthi-Bewegung attackierte Energieanlagen und zivile Infrastruktur in Saudi-Arabien mit zahlreichen Drohnen und Raketen. Die saudischen Behörden berichteten, dass die Angriffe 73 Menschen verletzten. Die Angriffe trafen vier südwestliche Städte und verursachten Brände bei Ölanlagen und Installationen, was zu einer vorübergehenden Einstellung der Betriebsabläufe führte, so das Militär- und Energieministerium Saudi-Arabiens.

Die saudisch geführte Koalition im Jemen erklärte, dass ihre Streitkräfte auf die „gefährliche Eskalation“ reagierten. Die Houthi gaben an, die Angriffe seien Vergeltung für zahlreiche jüngste saudische Schläge auf Gebiete im nordwestlichen Jemen gewesen. Sie warfen Saudi-Arabien vor, ein Gefängnis in Al-Hazm bombardiert und mindestens elf Menschen getötet zu haben, wobei zwanzig Insassen unter den Trümmern vermisst wurden.

Der Sprecher der saudisch geführten Koalition im Jemen, General Turki al-Maliki, besagte, dass die Houthi-Drohnen- und Raketenangriffe zivile und wirtschaftliche Standorte in den Städten Abha, Khamis Mushait, Jazan und Najran ins Visier nahmen. Er betonte, dass Frauen und Kinder unter den Verletzten standen. Ein Statement des Energieministeriums zitierte eine offizielle Quelle, die berichtete, dass auch nach dem Angriff auf mehrere Energieinfrastrukturen und Anlagen Verletzungen gemeldet wurden.

Al-Maliki bezeichnete die Houthi-Angriffe als eine „gefährliche Eskalation, welche den feindseligen und verantwortungslosen Ansatz dieser terroristischen Miliz bestätigt“. Er versprach, dass die saudisch geführte Koalition „alle notwendigen operativen Maßnahmen ergriff, um die Gruppe abzuschrecken“.

Der militärische Sprecher der Houthi, Yahya Sarea, beschuldigte die saudische Armee, über zwölfzig Luftangriffe auf die jemenitischen Provinzen Marib, al-Bayda, Hudaydah, Taiz und Jawf in den letzten drei Tagen durchgeführt zu haben und „schwere Verbrechen“ begangen zu haben. Er erklärte, dass die Houthi auf diese „brutale Aggression“ mit „zahlreichen ballistischen Raketen und Drohnen“ geantwortet hätten, welche „erheblichen Schaden“ verursachten.

Die Konfliktsituation im Jemen blieb angespannt. Eine vierjährige informelle Waffenruhe zerfiel im Juli, als die Houthi ein „maritimes Embargo“ gegen Saudi-Arabien verkündeten und Angriffe mit Raketen und Drohnen auf saudische Flughäfen, Ölanlagen und Tanker im Roten Meer begannen. Die Kämpfe an der südwestlichen Küste Jemens eskalierten, als die Houthi eine Offensive gegen pro-regierungsnahe Kräfte starteten, um die Kontrolle über den Bab al-Mandab-Strait zu erlangen. Diese Kämpfe führten zu dem Tod von über dreihundert Menschen und der Vertreibung von achtzehn Tausend fünfhundert Personen.

Das Rote Meer wurde durch den Konflikt entscheidend für den Öltransport aus Saudi-Arabien während des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran. Diese Lage führte zur effektiven Schließung des Hormusstraits im Golf.

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