FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Konflikt

Houthi-Kampf in Taiz: Frontlinien verschärfen sich in Jemen

Strategische Kontrolle über den Roten Meer und humanitäre Katastrophe

In der Frontstadt Taiz verschärften sich die Kämpfe zwischen den Houthi-Truppen und den saudisch unterstützten pro-regierungsnahen Kräften. Die Houthi eroberten Anfang des Monats die Küste des Roten Meeres und nahmen die Kontrolle über einen wichtigen Schifffahrtsknotenpunkt. Diese Aktion eskalierte den Bürgerkrieg in Jemen erheblich und verschob die Frontlinie in den Bergregionen südwestlich der Stadt.

Die Kampfhandlungen konzentrierten sich auf die Kontrolle strategischer Höhen, die den Weg der Regierungstruppen nach Mokha blockierten. Die Eroberung dieses Hafens, 85 Kilometer westlich von Taiz, erlaubte den Houthi, einen entscheidenden Korridor über den Bab al-Mandab-Straße zu kontrollieren. Diese Meerenge verband Europa und Asien und führte zu einer Steigerung der Ölpreise, da die Befürchtung einer weiteren Unterbrechung der Lieferketten aus der Region zunahm.

Taiz, die drittgrößte Stadt Jemens und kulturelles Zentrum, befand sich an einer kritischen Schnittstelle zwischen den Houthi-kontrollierten Gebieten im Norden und den von der Regierung gehaltenen Regionen im Süden. Die Regierungstruppen hielten das Zentrum der Stadt, während die Houthi-Positionen im Norden und Osten lagen. Die intensivsten Kämpfe entfalteten sich an den westlichen Zugängen, wo beide Seiten um hohe Gebiete kämpften, die den südlichen Weg der Stadt überblickten.

Die Kämpfe führten zu erheblichen zivilen Verwerfungen. Viele Wohnungen lagen verstreut, da Familien vor der Gewalt flohen. In den Vertriebenenlagern, wie dem al-Monig, strömten Hundert Familien ein, die aus den betroffenen Dörfern und Städten flohen. Berichte berichteten über schwere Verletzungen, darunter ein zwölfjähriges Mädchen, das durch Splitter verletzt wurde, und Menschen, die ohne Unterkunft oder Verpflegung in den Camps verweilten.

Zusätzlich berichteten Beobachter über anhaltende Berichte über die Rekrutierung von Kindersoldaten durch die Houthi. Die Organisation unterzeichnete 2022 einen Aktionsplan mit den Vereinten Nationen, um diese Praxis zu beenden. Währenddessen unterstützte eine Koalition unter saudischer Führung die jemenitische Regierung mit Waffen. Die saudische Armee führte zahlreiche Luftangriffe gegen Houthi-Positionen an der Küste durch, während die Houthi Drohnen und Raketen gegen Infrastruktur in südwestlich saudischen Gebieten einsetzten.

JemenHouthiTaizBürgerkriegRotenMeer

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp