Die Houthi-Truppen machten am Mittwoch einen langsamen Vorstoß in Südwest-Jemen und näherten sich der Stadt Taiz. Gleichzeitig schossen sie eine Rakete und eine Sprengvorrichtung auf den Flughafen Aden, das zentrale internationale Drehkreuz der von Saudi-unterstützten Regierung. Die Sprengvorrichtung traf den Flughafen in dem Moment, als ein Flugzeug landen sollte. Der britische Botschafter in Jemen, Abda Sharif, erklärte, der Angriff gefährdete Tausende von Menschen. Er zwang die Fluggesellschaft, die von Kairo aus startete, nach Jeddah umzuleiten und führte zu einer Überprüfung der Flugsicherheit in Aden.
Unabhängige Beobachter äußerten die Befürchtung, dass die Houthi auf Kurs waren, die dritte Stadt Jemens, Taiz, zu erobern. Es gab Anzeichen dafür, dass Truppen, die mit der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung verbunden waren, zurückzogen, um Aden zu sichern. Saudi-Kampfflugzeuge nutzten ihre Luftüberlegenheit, um jede Houthi-Ansammlung von Truppen in der Nähe der Stadt, insbesondere im Westen, anzugreifen.
Die Houthi-Truppen beanspruchten zudem, Raketen auf zwei Flughäfen in Saudi-Arabien, darunter الرياض, abgefeuert zu haben. Die saudischen Behörden wiesen zunächst darauf hin, dass die Angriffe abgewehrt worden seien. Später gaben sie jedoch an, dass drei Personen getötet und 36 verwundet worden seien.
Das Institut für Kriegsstudien passte seine frühere Einschätzung an. Es berichtete, dass die Houthi-Truppen auf der Küstenebene zusammenbrachen, basierend auf Beweisen aus den letzten vierundzwanzig Stunden, die zeigten, dass die Houthi den vorwärts gerichteten Bewegungen der Regierungsorientierten Kräfte gestoppt hatten.
Abdul-Malik al-Houthi, der zurückgezogene Führer der Houthi, hielt eine ausführliche Ansprache zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel. Er kritisierte die Qatari-geführte Al Jazeera für ihre Berichterstattung über den Jemen-Krieg. Er versuchte, die verschiedenen Konflikte im Nahen Osten zu verknüpfen und forderte die Jemeniten auf, die Rolle Saudi-Arabiens in der palästinensischen Sache zu untersuchen. Er betonte, dass die formalen Positionen des saudischen Regimes den palästinensischen Menschen in Wirklichkeit nicht begünstigten.
Der Houthi-Führer betonte ferner, dass die saudische Regierung nicht mit Komplizenschaft in Gaza zufrieden war. Er hob jedoch hervor, dass Saudi-Arabien eine Schlüsselrolle bei der Verschwörung gegen den islamischen Widerstand im Libanon spielte, wo es alle gegen die Hisbollah mit den USA und Israel in einer Front mobilisierte. Gleichzeitig setzten die Kräfte der „Southern Giant“, eine pro-regierungsnahe Miliz in Jemen, ihre Bemühungen fort, den Bab al-Mandab-Strait zurückzuerobern. Ihre Truppen positionierten sich nun im militärischen Flughafenbereich im Distrikt Dhubab in der Nähe des Bab al-Mandab-Strait.