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Humanitäre Lage in El Obeid: Flüchtlinge sahen sich unter prekären Bedingungen gegenüber

Zunehmende Überlastung und Infrastrukturkollaps in der Hauptstadt Nord-Kordofans

Die humanitäre Lage in der sudanesischen Stadt El Obeid und den umliegenden Lagern verschlechterte sich dramatisch. Zivilisten, die durch den Krieg zwischen den sudanesischen Streitkräften und der Miliz der Rapid Support Forces vertrieben wurden, strömten aus dem Umland in die Stadt. Die Situation in El Obeid und den zwei Lagern an den Rändern war als prekär und zunehmend schlecht beschrieben. Seit Mitte Juli kamen allein über 15.000 Familien in die Region, was die bereits vorhandene Überlastung weiter verstärkte.

Gemäß Angaben von Hilfsorganisationen betraten die neuen Ankömmlinge die Stadt zu Fuß und besaßen kaum Besitztümer. Sie litten unter Nahrungsmittelknappheit und waren traumatisiert. Die Stadt, die zuvor etwa eine halbe Million Einwohner beherbergte, erlebte durch den Konflikt eine massive Bevölkerungsverschiebung. Schätzungen zufolge waren über elf Millionen Menschen in Sudan vertrieben worden, was mehr als ein Fünftel der Bevölkerung darstellte.

Die Lage in den Lagern war katastrophal. Satellitenanalysen zeigten, dass zwischen dem 4. und 25. August achthundert neue Zelte in einem der Lager aufgetaucht waren. Die Verantwortlichen berichteten, dass ein hoher Anteil der Neuankömmlinge Frauen und Kinder waren, während die Männer oft zurückblieben, da sie die einzige Zeit für die Landwirtschaft darstellten. Die sanitären Bedingungen in den Lagern waren äußerst mangelhaft; das Verhältnis von Latrinen zu Personen war unzumutbar, was zu offener Defäkation führte.

Die Infrastruktur der Stadt erlitt ebenfalls erhebliche Schäden. Die Wasserversorgung und die Strominfrastruktur erholten sich nach den Angriffen der Rapid Support Forces nicht vollständig. Die Hauptwasserquelle im Norden der Stadt wurde schwer beschädigt und konnte nicht repariert werden. Daher waren sowohl in der Stadt als auch in den Flüchtlingslagern auf Wasserlieferungen angewiesen, was unzureichend war.

Zudem dominierte der Konflikt in Sudan zunehmend durch Drohnenangriffe. Diese Angriffe verursachten die Hälfte aller gewalttätigen Vorfälle in der Region, was die Gefahr einer Wiederholung früherer Ereignisse erhöhte. Die Drohnenangriffe führten zu einer Zunahme der Gewalt und zwangen die Menschen in die Stadt. Die Situation verschlechterte sich weiter, und die Hilfsorganisationen drückten darauf hin, dass die Lage weiterhin kritisch blieb und dringender Handlungsbedarf bestand.

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