Forschungsergebnisse zeigten, dass Hunde in der Lage waren, zwischen verschiedenen menschlichen Gesichtsausdrücken zu unterscheiden. Neuere Studien enthüllten, dass das Gehirn von Hunden spezifische Muster verarbeitete, welche die Unterscheidung zwischen verschiedenen Emotionen ermöglichten. Dies stellte einen wichtigen Fortschritt in der kognitiven Neurowissenschaft dar und lieferte Einblicke in die Fähigkeit unserer Haustiere, menschliche Emotionen zu deuten.
Die Forscher stellten fest, dass Hunde nicht nur glückliche Gesichter von neutralen Ausdrücken unterscheiden konnten, sondern auch verschiedene negative Emotionen trennen konnten. Im Rahmen eines zweiten Magnetresonanztomographie-Experiments untersuchten die Wissenschaftler zwölf Hunde, die verschiedenen Gesichtsausdrücken wie Glück, Traurigkeit, Angst und Wut ausgesetzt wurden. Mithilfe von maschinellem Lernen analysierten die Wissenschaftler die Gehirnaktivität in den identifizierten Regionen. Diese Analyse zeigte, dass die Gehirnaktivität in diesen Bereichen es erlaubte, glückliche Gesichter von jeder negativen Emotion zu unterscheiden.
Besonders aufschlussreich war die Fähigkeit der Hunde, zwischen Angst und Wut zu differenzieren. Die Aktivitätsmuster in verschiedenen Hirnregionen unterschieden die verschiedenen Arten von Bedrohung. Die Autoren deuteten an, dass unterschiedliche negative Ausdrücke unterschiedliche Reaktionen auslösten, da sie unterschiedliche Arten von Bedrohung darstellten. Es wurde jedoch festgestellt, dass es für Hunde schwieriger war, zwei negative Gesichtsausdrücke voneinander zu unterscheiden, insbesondere wenn beide Emotionen negativ waren. Zudem benötigten Hunde möglicherweise zusätzliche Informationen, wie beispielsweise Körpersprache, um beispielsweise Wut von Traurigkeit zu unterscheiden.
Die Studie hatte praktische Implikationen für das Verständnis des menschlichen Verhaltens. Es wurde angedeutet, dass das Ausdruck von Freude während des Trainings eines Hundes den Lernprozess fördern konnte. Eine Professorin beschrieb die Arbeit als faszinierend und betonte, dass die domestizierten Hunde durch die Zucht menschliches Verhalten verstanden. Die Fähigkeit der Hunde, das Lächeln als die am häufigsten verwendete menschliche Gesichtsausdrucksform zu erkennen, unterstrich, wie sie durch die Zucht auf menschliche Verhaltensweisen ausgerichtet worden waren.