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Wirtschaft

Hunde gerettet, Verdächtiger festgenommen: Online-Betrug in Uganda enthüllt

BBC-Untersuchung deckte Organisationen auf, die Tiere für Betrugsmaschen missbrauchten

Dozens von Hunden, die in gefälschten Tierheimen gehalten und für Online-Betrugsmaschen missbraucht wurden, wurden von der Polizei und Tierschutzorganisationen in Uganda gerettet. Eine BBC-Untersuchung enthüllte diese Praxis, die Hunderttausende von Dollar von internationalen Spendern ausbeutete. Die Polizei stürzte zwei nahegelegene Unterkünfte auf, woraufhin ein Verdächtiger festgenommen wurde. Weitere Verdächtige blieben laut Tierschutzaktivisten auf freiem Fuß.

Der festgenommene Verdächtige Owen Godfrey Membe erkannte sich nicht schuldig der Anklage der Tierquälerei. Ihm wurde die Anklage wegen der „unverhältnismäßig grausamen Tötung eines Tieres“ gemäß dem Gesetz Ugandas zur Verhütung von Grausamkeit vorgeworfen. Membe und die Hunde, die in den beschlagnahmten Unterkünften verblieben, befanden sich nun in der Obhut der Animal Welfare Alliance Uganda. Diese Organisation, welche qualifizierte Tierärzte umfasste, richtete ein Notquartier ein, um den Tieren Zuflucht zu gewähren.

Die Anklage gegen Membe wurde durch eine Privatklage des Animal Justice Center eingeleitet. Diese Organisation finanzierte sich durch eine britische Gruppe, die Online-Vigilante-Taktiken einsetzte, um gefälschte Rettungsheime in Uganda aufzudecken. Diese Gruppe arbeitete daran, die Hunde aus den beschlagnahmten Unterkünften in ihre bestehenden Partnerstätten zu bringen.

Die Verhaftung und Rettung folgten der Veröffentlichung der BBC-Untersuchung. Diese zeigte auf, wie Betrüger in Mityana durch das Hochladen von Social-Media-Inhalten von leidenden Hunden internationale Spender täuschten. Viele Inhaltsersteller verbrachten das Geld nicht für die Tiere, sondern für die Finanzierung ihres eigenen luxuriösen Lebensstils. Die Untersuchung legte zudem fest, dass es Fälle gab, in denen Tiere absichtlich verletzt wurden, um Inhalte zu generieren.

Die Ermittlungen verfolgten den Fall von Russet, einem Hund mit schweren Beinverletzungen, der über Dutzende von Social-Media-Konten verbreitet wurde. Die BBC-Untersuchung verfolgte die Geschichte von Russet von den Unterkünften in Mityana bis zu einer Tierklinik in der Hauptstadt Kampala. Dort beurteilte ein Tierarzt die Verletzungen und vermutete, dass sie absichtlich verursacht worden waren. Russet überlebte diese Verletzungen nicht. Bart Kakooza, stellvertretender Vorsitzender der Animal Welfare Alliance Uganda, betonte, dass diese Verhaftung die erste sei, die zeigte, wie sich diese Art von Betrug in ein Geschäft der Inhaltsersteller verwandelte.

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