Ein Bundesrichter verhängte in einem Gerichtsverfahren eine empfindliche Schadensersatzsumme von 1,7 Millionen Dollar zugunsten von Hunter Biden. Die Entscheidung erfolgte im Rahmen einer Verleumdungsklage, die Biden gegen Patrick Byrne, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Overstock.com, einbrachte. Die Klage richtete sich gegen Byrne, einen Verbündeten Donald Trumps, der die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2020 bestritt und Bemühungen zur Ungültigmachung dieser Ergebnisse finanzierte.
Biden klagte Byrne wegen einer Aussage, die Byrne in einem Interview tätigte. Diese Aussage behauptete, Biden habe versucht, eine Bestechung von der Regierung des Iran zu erhalten. Konkret legte die Klage dar, dass Hunter Biden dem Iran eine Bestechung in Höhe von 800 Millionen Dollar anbot, um das Einfrieren von 8 Milliarden Dollar iranischer Vermögenswerte aufzulösen und die Vereinigten Staaten zu einer milderen Haltung gegenüber dem Iran während nuklearer Gespräche zu bewegen.
Der Richter Stephen Wilson, der das Verfahren in Kalifornien führte, stellte fest, dass Byrne nicht nachweisen konnte, dass er diese Aussagen mit „wirklichem Böswill“ getroffen hatte. Wilson bemerkte, dass Byrne vor dem Gericht behauptete, die Aussagen seien wahr gewesen, da ihm ein iranischer Regierungsbeamter über das angeblicher Korruptionsschema informiert hatte. Zudem versäumte Byrne es, jegliche dokumentarische Beweise vorzulegen, die eine sachliche Überprüfung der Erzählung ermöglichten.
Der Richter stellte abschließend fest, dass das Gericht während des Verfahrens „ausreichende Beweise“ für die Feststellung fand, dass Byrne wusste, dass die Geschichte falsch war, und dass ein Großteil der Darstellung über das geheime Treffen mit einem iranischen Beamten erfunden war. Als Sanktion für die wiederholte Missachtung der Gerichtsverfügungen verhängte der Richter gegen Byrne eine Geldstrafe von etwa 35.000 Dollar.
Die Entscheidung stärkte die Position von Biden im Rechtsstreit. Ein Anwalt für Biden erklärte, dass Byrne seinen Mandanten effektiv der „Verrat“ vorgeworfen habe, und dass das Gericht festgestellt habe, dass alle diese Behauptungen erfunden seien. Die Verurteilung von Byrne führte somit zu einer deutlichen Entschädigung für Biden und unterstrich die juristische Ablehnung der angeführten Anschuldigungen.