Die nationale Hypothekenschuld Australiens erreichte eine Belastung, die den Niveaus von 1989 überstieg, als die Zinssätze bei siebzehn Prozent lagen. Eine neue Analyse enthüllte, dass die finanzielle Last der Haushalte in jüngster Zeit deutlich höher war, als es zuvor angenommen wurde.
Terry Rawnsley, ein Stadtökonom bei KPMG, präsentierte seine Forschung als eine Überprüfung alter Behauptungen. Er argumentierte, dass die Daten ein klares Bild zeichneten: Während die Tilgung eines Darlehens früher eine Quelle der Sicherheit darstellte, wurde sie zunehmend zu einer Quelle der Angst. Die Zinssätze erreichten Mitte 1989 siebzehn Prozent, und diese Rate hielt sich fast ein Jahr lang.
Die Analyse von KPMG zeigte, wie sich die Belastung zusammensetzte. Anfang 1990 erreichten die Zinszahlungen als Anteil des Haushaltseinkommens fünf Komma sieben Prozent, wobei die Zinsen für Wohnimmobilien bei drei Komma vier Prozent und für Konsumschulden bei zwei Komma drei Prozent lagen. Bis Anfang 2026 lagen die Hypothekenzinsen im Durchschnitt für die drei Monate bis März bei acht Komma drei Prozent.
Obwohl die Kreditzinsen nur die Hälfte der Höhe der späten Achtzigerjahre erreichten, widmeten sich die Haushalte insgesamt einem viel höheren fünf Prozent ihres Einkommens zur Bedienung ihrer Kredite, und fünf Komma vier Prozent, wenn die Verbindlichkeiten aus Konsumschulden hinzugerechnet wurden. Rawnsley prognostizierte, dass die Gesamtschuldlast mit dem vollständigen Einfluss der jüngsten Zinserhöhungen auf die Kreditkonditionen auf sechs Prozent zusteuern würde.
Er stellte fest, dass die Daten zeigten, dass die Kreditnehmer in den letzten Jahren härtere Bedingungen erlebten, auch wenn andere Herausforderungen existierten, wie beispielsweise eine Arbeitslosenquote, die zweistellig wurde. Die aggregierten Zahlen enthielten eine breite Palette von Ergebnissen, von Erstkäufern, die tief in Schulden steckten, bis hin zu Personen, die von den jüngsten Zinserhöhungen nicht betroffen waren.
Tim Reardon, Chefökonom der Wohnungsbranche, warnte jedoch davor, dass Preisverbesserungen nur kurzlebig seien. Seine Analyse zeigte, dass die Wohnaffordierbarkeit seit 1994 auf ihrem schlechtesten Niveau war. Er betonte, dass Preisrückgänge nur vorübergehende Phasen darstellten, und dass ein Rückgang der Immobilienpreise von fünf bis zehn Prozent die Preise lediglich auf das Niveau von zwölf bis achtzehn Monaten zurückführte.
Reardon kritisierte die Reformen der Regierung in Bezug auf die Grundstückssteuer und die Abschreibungsmöglichkeiten, da diese die dringend benötigte Wohnraumversorgung reduzierten. Er forderte, dass die Politik auf die Stabilität der Immobilienpreise für einen längeren Zeitraum ausgerichtet sein müsse, um eine nachhaltige Lösung für die Wohnungsmarktproblematik zu finden.