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Politik

Immigrationsagent tötete Autofahrer in Houston

Verfahren und Kritik an der Anwendung von Gewalt

Ein Bundesagent der Migrationskontrolle (ICE) tötete am Dienstagmorgen einen Autofahrer in Houston. Die Behörde teilte mit, dass der Beamte Lorenzo Salgado Araujo bei einer Verkehrskontrolle festnahm und ihn als „illegalen Ausländer“ in einer „gezielten Durchsetzungsaktion“ verfolgte. Die Agentur berichtete, Salgado Araujo habe sein Fahrzeug benutzt, um einen Beamten zu überfahren, und der Beamte habe in Selbstverteidigung sein Gewehr abgefeuert.

Der Sohn des Opfers, Ronaldo Salgado, erklärte gegenüber der Sendung Telemundo, dass sein Vater an diesem Morgen auf der Suche nach Arbeitskräften in der Gegend gewesen sei. Die Behörde behauptete, Salgado Araujo habe sein Fahrzeug zur Bedrohung eines Polizeibeamten benutzt. Die Agentur erklärte, der Beamte habe sein Gewehr in der Verteidigung eingesetzt.

Die Bundesbehörde teilte keine Beweise mit, welche die Darstellung stützten. Diese Aussage erinnerte an frühere Vorfälle von Schießereien durch ICE-Mitarbeiter, wie den Tod von Renee Good in Minneapolis oder die Schießerei gegen zwei venezolanische Männer in Oregon. In diesen Fällen wurden die offiziellen Erklärungen der Regierung später durch Videoaufnahmen widerlegt. Auch im April hatte die Bundesregierung einen in Kalifornien gefeuerten Beamten erwähnt, der sein Fahrzeug zur Bedrohung benutzt hatte.

Die lokale Strafverfolgungsbehörde berichtete, dass Salgado Araujo im Bauchraum geschossen wurde und in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo er starb. Die Untersuchung des Falles übernahm die FBI.

Der Texas Civil Rights Project verurteilte den Einsatz von Gewalt durch die ICE und stellte Fragen zur Aussage der Agentur. Rochelle Garza, Präsidentin der zivilgesellschaftlichen Gruppe, forderte vollständige Transparenz, eine unabhängige Untersuchung der Schießerei und Rechenschaftspflicht für den Einsatz tödlicher Gewalt. Sie betonte, dass die Nachbarschaften der Betroffenen keine Schlachtfelder seien.

Die US-Vertreterin Sylvia Garcia aus Houston bekräftigte diese Forderung. Sie erklärte, dass die Familie von Salgado Araujo und ihre Wähler eine vollständige und transparente Aufklärung der Schießerei verdienten. Sie forderte, dass alle verfügbaren Aufnahmen, Kommunikationen und andere Beweise als Teil einer umfassenden und unparteiischen Untersuchung bewahrt und geprüft wurden.

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