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Wissenschaft

Indische Sonnenmission enthüllte Mechanismen für die extreme Hitze der Korona

Neue Daten des Aditya-L1-Projekts lieferten entscheidende Hinweise zur Energieerhaltung des Sonnenraumes

Eine der ältesten Rätsel der Astrophysik blieb die extreme Temperatur der Sonnenkorona. Wissenschaftler fragten sich, wie die äußere Atmosphäre der Sonne, die Korona, Millionen Grad heiß bleiben konnte, obwohl sie bei häufigen Eruptionen enorme Mengen an Energie verlor. Die jüngsten Erkenntnisse der indischen Sonnenmission Aditya-L1 lieferten wichtige Hinweise, um diese fundamentalen Fragen zu klären.

Die Forschungsergebnisse, veröffentlicht in der renommierten Astrophysical Journal Letters, zeigten, dass die Temperaturvariationen in den verschiedenen Schichten der Sonne den Gesetzen der Physik widersprachen. Professor R. Ramesh vom Indian Institute of Astrophysics leitete die Studie und erklärte, dass die Korona, wo extreme Wetterereignisse wie Sonnenflecken und massive Ejektionen von Plasma (CMEs) entstanden, ihre Hitze aufrechterhielt.

Professor Ramesh betonte, dass die Sonne bei jedem solchen Ereignis große Mengen Energie in den Weltraum abgab. Er warnte davor, dass die Energie nicht durch einen Mechanismus ersetzt würde, was zu einem irreversiblen Tiefstau der Erde führen könnte. Die Lösung lag in zwei Faktoren: Erstens die schäumenden Bewegungen an der Sonnenoberfläche, welche Energie transportierten, und zweitens die „verstrickten magnetischen Feldlinien“ in der Atmosphäre, welche sich ständig trennten und wieder verbanden.

Die Forscher quantifizierten die Energiebeiträge dieser beiden Systeme. Die Bewegungen an der Oberfläche lieferten nur sieben Prozent der benötigten Energie. Der Großteil, neunundneunzig Prozent, resultierte aus der Neukonfiguration der Sonne, als sie verlorene Energie wiederherstellte. Eine Analyse eines energiereichen CMEs, der am 5. August 2024 stattfand, bewies, dass die verstrickten Feldlinien innerhalb von zehn Stunden zurückkehrten und die Energie der Korona neu konfiguriert wurde.

Diese Daten lieferten einen wichtigen Maßstab für zukünftige Studien zu den Mechanismen der potenziellen Energieerzeugung in der Sonnenatmosphäre. Die Ergebnisse halfen, die grundlegenden physikalischen Fragen zu beantworten, die der Logik entzogen waren.

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