Der indische Pilot Smit Machchhar beschrieb, wie er bei einem mutmaßlichen Angriff auf ein flydubai-Flugzeug nach Tel Aviv seine Leben rettete. Er erklärte, dass sein Glaube und sein Wunsch, seine Passagiere zu retten, ihm den letzten Aufschub ermöglichten, die Cockpit-Tür zu öffnen, während er gegen seine eigene Gefahr kämpfte.
Machchhar berichtete dem Premierminister Narendra Modi in einem Videoanruf, wie er die Rettung des Flugzeugs und seiner über 170 Passagiere ermöglichte. Er schilderte, dass er unter zahlreichen Verletzungen litt und zusammengebrochen war. In diesem Moment spürte er, dass das Flugzeug abstürzte und er erkannte, dass dies der letzte Moment war. Er sagte: „Ich kämpfte um mein Leben. Zu einem Zeitpunkt erkannte ich, dass ich nicht aufstehen würde, würden die Passagiere ihr Leben verlieren.“
Der mutmaßliche Angriff erfolgte durch den Co-Piloten, der ihn offenbar stachelte und das Flugzeug in einen steilen Abstieg manövrierte, wodurch es innerhalb einer Minute etwa 17.000 Fuß abfiel. Trotz des Angriffs konnte Machchhar die Cockpit-Tür öffnen, die Passagiere hereinlassen, den Angreifer überwältigen und das Flugzeug letztlich stabilisieren. Eine Rettungstruppe an Bord half dem Flugzeug, sicher in Tabouk, Nordwest-Saudi-Arabien, landen zu lassen.
Die genauen Umstände des Angriffs standen noch unter Untersuchung. Die saudischen Behörden verhafteten den Co-Piloten und führten danach Vernehmungen durch. Der Pilot, Vater von zwei Kindern, erlitt während des Angriffs schwere Verletzungen, doch er würdigte seine siebzehnjährige Erfahrung in der Luftfahrt dafür, dass sie ihm die nötige Einsicht in die Schwere der Lage verlieh. Premierminister Modi lobte die Taten des Kapitäns und betonte, dass diese eine „große Tragödie“ verhindert hatten.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu äußerte, dass eine erste Untersuchung auf einen „islamischen radikalen Indoktrination“ hindeutete. Der mutmaßliche Angreifer sollte in die Vereinigten Arabischen Emirate zurückgeschickt werden, wo dort Ermittler versuchten, jegliche Verbindungen zu Terrororganisationen festzustellen. Machchhar wurde von Weltführern als Held gefeiert, da seine Handlungen halfen, eine große Katastrophe abzuwenden und viele Leben zu retten. Der Pilot berichtete, dass er in den schwierigen Momenten das Hanuman Chalisa rezitierte, eine Andachtslied, das traditionell als Gebet nach Stärke und Mut gesprochen wurde. Er empfand eine neue Form des Stolzes und betrachtete die Erfahrung als eine Reise, nicht als eine Wunde.