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Sport

Gegen Infantino: Gegner drohen mit Nichtkooperation mit der FIFA

Investitionspläne und ein Ruf nach Führungswechsel

Gegner des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino drohten mit Nichtkooperation mit dem Verband, sofern er nicht zurücktrat. Hochrangige Quellen der UEFA erklärten, dass einige Akteure die Entscheidung für einen Rücktritt unumkehrbar hielten, solange Infantino seine Position beibehielt. Die Unruhe intensivierte sich durch die Kontroversen um seine Pläne, Anteile an FIFA-Wettbewerben an private Investoren zu verkaufen.

Die Details der geplanten Störung blieben unklar, doch eine leitende Figur äußerte die Erwartung einer Verweigerung der Teilnahme an den Sitzungen der FIFA. Diese Entwicklung folgte auf die Androhung rechtlicher Schritte durch die UEFA gegen die Vorschläge und den öffentlichen Rückzug der Unterstützung durch mehrere nationale Verbände. Die Walis, die englische Fußballassoziation sowie weitere Nationen zogen ihre Unterstützung für Infantinos Wahl einer vierten Amtszeit als FIFA-Präsident zurück.

Infantino stand im März für eine erneute Wahl für eine letzte Amtszeit und benötigte 106 Stimmen von den 211 Mitgliedern der FIFA, um diese zu gewinnen. Quellen gaben an, dass die Haltung des schottischen Fußballverbandes hinsichtlich der Zukunft von Infantino der mangelnden Zuversicht der UEFA in den 56-jährigen Präsidenten entsprach.

Die Führung von Infantino wurde bereits von den Regierungsstellen des Fußballs in Europa, Nord- und Zentralamerika sowie im Karibikraum öffentlich hinterfragt. Die UEFA und die Concacaf veröffentlichten Stellungnahmen, welche die Pläne kritisierten. Gleichzeitig zogen Serbien, Schweden und Finnland ihre Unterstützung zurück, während Länder wie Marokko, Katar, Libanon, Kuwait und Sri Lanka ihre Unterstützung für Infantinos Führung zusicherten.

Die UEFA besaß 55 Stimmen, Afrika 54, Asien 46, Concacaf 35, Ozeanien 11 und Conmebol 10. Die Asiatische Fußballfederation (AFC) zeigte sich in Solidarität mit der UEFA und der Concacaf, während Afrika, Conmebol und Ozeanien Infantinos Plan nicht kritisierten.

Die FIFA-Ratsgruppe konnte Infantino jedoch durch eine Notfallbesprechung zwingen, falls neun der 37 Ratsmitglieder eine solche Anforderung stellten und die Sitzung innerhalb von zwei Wochen stattfand. Die FIFA und Infantino beabsichtigten, eine kommerzielle Tochtergesellschaft zu gründen, um ihre Hauptveranstaltungen, einschließlich der Weltmeisterschaften, zu verwalten, und externe Investoren durften Anteile an dieser neuen Einheit erwerben.

Die Weltfußball-Regierungsstelle teilte mit, dass sie Dritten die Möglichkeit gaben, Minderheits- und nicht-kontrollierende Investitionen in eine neue Tochtergesellschaft namens Fifa Forward Enterprise (FFE) vorzunehmen. Die UEFA kündigte in einem Schreiben an Infantino an, dass sie aktiv rechtliche Schritte, Schiedsverfahren und/oder regulatorische Beschwerden (die „Verfahren“) in Bezug auf den FFE-Plan erwägen. Die UEFA forderte zudem unverzüglich die Sicherung aller Dokumente, die im Besitz der FIFA lagen, unabhängig von internen Richtlinien, um eine routinemäßige Vernichtung von Unterlagen zu verhindern.

Die UEFA-Vizepräsidentin Laura McAllister bezeichnete die Aussicht auf rechtliche Schritte als einen klaren Aufruf zum Handeln angesichts des mangelhaften Governance-Prozesses vor der FFE-Initiative. Sie betonte, dass man aus diesem gescheiterten Prozess lernen müsse, um Rechenschaftspflicht zu gewährleisten. Sie hoffte auf einen Führungswechsel im kommenden Jahr, um die Situation zu entspannen.

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