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Sport

Infantino unter Druck: Die Zukunft der Weltfußball-Organisation in Frage gestellt

Kontroverse Pläne und Rücktritte werfen Fragen nach der Führung der FIFA auf

Die Karriere von Gianni Infantino erlebte eine Phase großer Unsicherheit. Während die Weltmeisterschaft ihren Höhepunkt erreichte, befand sich der Präsident in einer turbulenten Lage. Er zog sich in den Vereinigten Staaten zurück, um seine Präsenz zu verstärken, doch kurz darauf musste er kontroverse Pläne zur Veräußerung von Anteilen an den Weltfußball-Wettbewerben zurückziehen. Diese Manöver führten zu heftiger Kritik. Der britische Premierminister Andy Burnham verurteilte die Entscheidungen, und Fans des Sports, den Infantino schützen wollte, kritisieren ihn ebenfalls scharf. Diese Reaktionen konnten als normale Risiken der Position abgetan werden.

Besonders gravierend wirkten die Drohungen der europäischen Dachorganisation UEFA und der regionalen Verbände Concacaf sowie AFC. Diese Organisationen äußerten eine scharfe Bewertung der Art und Weise, wie die Weltfußball-Organisation unter Infantino geführt wurde. Die AFC betonte, dass die Probleme über einen einzelnen Vorschlag hinausgingen und grundlegende Schwächen in den Konsultations- und Entscheidungsprozessen der Organisation offengelegt wurden, welche nun behoben werden mussten.

Quellen berichteten, dass neben der Ablehnung von Infantinos Plan die Mehrheit der Mitglieder von Concacaf entweder an die Fähigkeit des Präsidenten zur Regierungsführung zweifelte oder diese vollständig verloren hatte. Hinzu kam der Rücktritt von Carlos Cordeiro, dem Sonderberater von Infantino, der von Donald Trump als leitender Berater der Arbeitsgruppe für die Weltmeisterschaft 2026 ernannt worden war. Der Chefbetriebsleiter der Weltfußball-Organisation, Kevin Lamour, erklärte gegenüber der Associated Press, dass die eigene Verwaltung über das Projekt getäuscht worden sei.

Die Frage nach Infantinos Nachfolge stellte sich unweigerlich. Ehemaliger Fußballverbandsvorsitzender David Bernstein äußerte sich realistisch: In einer normalen Organisation würde Infantino bei einer derart großen Rücknahme wahrscheinlich die Tür hinter sich lassen. Dennoch betonte er, dass die Weltfußball-Organisation nicht normal sei. Er postulierte, dass Infantino seine Position behalten würde, sofern er die Unterstützung ausreichender nationaler Verbände besaß.

Jim Boyce, ehemaliger Vizepräsident der FIFA, glaubte, dass Infantino genügend Unterstützung für eine erneute Wahl besaß, doch er räumte ein, dass die Entwicklung mit der aktuellen Geschwindigkeit ungewiss sei. Die Wahl von Infantinos Nachfolger wird beim 77. Kongress der Organisation im März nächsten Jahres bestätigt. Kandidaten hatten bis zum 18. November Zeit, ihre Namen vorzuschlagen.

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