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Infantino öffnete Tür für Weltmeisterschaft mit 64 Teams

Diskussionen über eine erweiterte Turniergröße wurden nach der 48-Team-Ausdehnung intensiviert

Gianni Infantino, der Chef der FIFA, äußerte sich zu den Plänen für eine Weltmeisterschaft mit sechzig Teams. Er erklärte, dass das Event „für die ganze Welt“ organisiert werden müsse. Infantino betonte, dass jede Nation die Möglichkeit haben müsse, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, da die Qualität der Teams weltweit stieg. Er argumentierte, dass kleinere Länder ohne Anreize zur Verbesserung blieben, wenn ihnen keine Chance zur Teilnahme geboten wurde.

Die Erweiterung des Turniers von 32 auf 48 Teams genehmigte die FIFA-Ratsgruppe im Jahr 2017. Nach diesem Erfolg untersuchte Infantino, wie eine Weltmeisterschaft mit sechzig Teams funktionieren könnte. Er betonte, dass die Organisation des Turniers global erfolgen müsse, nicht nur in Europa und Südamerika, sondern auf der gesamten Welt. Er hob hervor, dass die Inklusion aller Nationen entscheidend sei, um die Entwicklung des Fußballs weltweit zu fördern.

Ein offizieller Vorschlag zur Erweiterung der Weltmeisterschaft 2030 auf sechzig Teams legte die südamerikanische Organisation Conmebol im April 2025 vor, jedoch traf keine Entscheidung. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin lehnte den Vorschlag als „schlechte Idee“ für das Turnier selbst und den Qualifikationsprozess ab. Auch der Präsident der Asiatischen Fußballkonföderation, Sheikh Salman bin Ibrahim Al Khalifa, erklärte, dass eine weitere Expansion „Chaos“ mit sich bringen würde.

Die Logistik einer solchen Vergrößerung stellte erhebliche Herausforderungen dar. Die Organisation der Weltmeisterschaft 2030 sah sechs Länder vor, darunter Spanien, Portugal und Marokko, sowie die Gastgeber für die hundertjährige Feier in Argentinien, Uruguay und Paraguay. Es blieb unklar, wie Saudi-Arabien eine Weltmeisterschaft mit sechzig Teams und 128 Spielen im Jahr 2034 bewältigen würde.

Dennoch sah Andrew Giuliani, Direktor der Weltmeisterschafts-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, die Möglichkeit, dass die Vereinigten Staaten eine Kandidatur für die Weltmeisterschaft 2038 in Erwägung zogen. Eine größere Weltmeisterschaft bedeutete auch mehr Einnahmen, die an die Mitgliedsverbände verteilt wurden. Die FIFA behielt sich das Recht vor, Expansionen mit den Interessengruppen zu besprechen, doch es gab keine Anzeichen dafür, dass eine solche Entscheidung unmittelbar bevorstand.

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