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Instagram-Netzwerk befeuerte Ceuta-Krise durch bezahlte Migrationsberatung

Recherche enthüllte Profile, die illegale Überfahrten versprachen und Algorithmen ausnutzten

Vor Kurzem untersuchte eine Recherche ein Netzwerk von Instagram-Profilen, die zur Zunahme von Migranten in Ceuta beitrugen. Diese Konten boten auf Instagram bezahlte Ratschläge an, um die gefährliche Überfahrt zur spanischen Enklave zu erleichtern. Ein Profil versprach Hilfe für Hundert von Euro gegen eine Vorauszahlung von fünftausend Dirham. Die Recherche zeigte, dass diese Profile eine verzerrte Darstellung der Realität verbreiteten und Ceuta als praktikable Route nach Europa darstellten.

Die Krise in Ceuta hatte sich nach der Ankunft von etwa 78.000 Migranten aus Marokko in kürzester Zeit beruhigt, doch die Problematik blieb bestehen. Die Berichte wiesen darauf hin, dass die Verbreitung von Inhalten, die die Überfahrt als sicher darstellten, zur Ankunft beitrug. Diese Inhalte zeigten oft lediglich kurze Schwimmstrecken entlang der Grenze als ungefährlich, obwohl viele Menschen ertranken. Zudem stellten die Profile Ceuta fälschlicherweise als einen Weg in das europäische Festland dar.

Die Netzwerke nutzten emotionale und hoffnungsvolle Inhalte, um die Algorithmen der sozialen Medien zu manipulieren und dadurch mehr Reichweite zu erlangen. Einige Profile verwendeten Begriffe wie „Haraga“, die im Maghrebinischen Arabischen die Praxis beschreiben, dass Migranten Dokumente verbrennen, um ihre Identität zu verschleiern. Diese Profile wurden oft aus Marokko betrieben, wobei einige möglicherweise in Spanien oder Italien ansässig waren.

Als die Rechercheer versuchten, Kontakt zu den Profilen aufzunehmen, reagierten diese mit Aufforderungen zur Zahlung von Gebühren für „Informationen“, die die Einreise ermöglichten. Die Konten versprachen Hilfe bei der Nutzung von „Abwasserrohren“, um die Enklave sicher zu erreichen. Die Profile löschten ihre Nachrichten, als sie nach einer Rückerstattung fragten, was auf eine kriminelle oder illegale Tätigkeit hindeutete.

Meta, der Eigentümer der Plattform, reagierte auf die Recherche. Das Unternehmen teilte mit, dass es ein Team zur Überwachung der Lage in Ceuta in Echtzeit besaß und Inhalte entfernte, die humanitäre Dienstleistungen oder Schleusungsdienste anboten. Diese Maßnahme zeigte die Ernsthaftigkeit der Plattformbetreiber in Bezug auf die Verbreitung von illegalen Aktivitäten.

Die Untersuchung verdeutlichte, wie die Ausnutzung von Social-Media-Algorithmen zur Finanzierung realer Schäden führte. Die Verbreitung dieser Inhalte riskierte weitere Todesfälle und verschärfte die diplomatischen Spannungen zwischen Marokko und Spanien. Es zeigte sich, dass die digitale Sphäre ein Vehikel für die Förderung von Menschenschmuggel und die Verfälschung der Realität darstellte.

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