Politische Akteure auf beiden Seiten der amerikanischen politischen Landschaft äußerten neue, parteiübergreifende Kritik an Donald Trumps provisorischem Abkommen mit dem Iran. Gleichzeitig lobte Vizepräsident JD Vance den Fortschritt bei den ersten direkten Friedensgesprächen in der Schweiz.
Senator John Cornyn, ein republikanischer Senator aus Texas, veröffentlichte eine Stellungnahme, die auf einem Artikel der Wall Street Journal basierte. Er betonte, dass die Fähigkeit des Iran, Sanktionen standzuhalten, einen harten Sachverhalt für Washington offenlegte: Wirtschaftlicher Druck hatte die Regime nicht in den Griff bekommen, da sie neue Wege fanden, US-Beschränkungen zu umgehen.
Diese Bemerkungen verstärkten die Kritik an der Memorandum of Understanding (MOU) zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Susan Rice, eine hochrangige Demokratin und ehemalige Botschafterin, bezeichnete das Dokument als „unhaltbar“ und „verwerflich“, da zu viele Zugeständnisse bereits vorab gemacht worden seien. Sie argumentierte, dass solche Zugeständnisse erst nach einem umfassenden Abkommen über das nukleare Programm erfolgen sollten.
Rice verwies auf eine Bestimmung im Dokument, die Cornyns Beobachtungen bestätigte: Der Iran könne nun sämtliche Öl- und Ölprodukte ungehindert auf den Markt verkaufen und diese Mittel zur Wiederherstellung des Landes nutzen, bevor ein endgültiges Abkommen zum nuklearen Problem erzielt wurde.
Die Kritik erfolgte inmitten von Drohungen Trumps, militärische Angriffe auf den Iran zu erneuern, falls dieser nicht kooperierte und seine Stellvertreter in Libanon und Hechtschinnahe eindämmte, einschließlich einer möglichen militärischen Übernahme des Hormus-Schifffahrtskanals.
Vizepräsident Vance berichtete, dass die Verhandler bereits große Fortschritte gemacht hätten und er erwartete, dass in den kommenden Stunden weitere Fortschritte erzielt würden. Der Energieminister Chris Wright erläuterte, dass die militärischen Maßnahmen ohne Dialog den Iran in eine wesentlich schlechtere Lage manövriert hätten. Er betonte, dass die Ölflüsse durch den Kanal ohnehin zur Normalität zurückkehrten und diese fortsetzen würden, unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen.