Donald Trump verkündete, ein Friedensabkommen mit dem Iran sei weitgehend ausgehandelt worden. Er nannte die Gespräche mit einem pakistanischen Mediator, Golfallianzen und Israel als Grundlage für ein Ende des Krieges, der von den Vereinigten Staaten und Israel im Februar begonnen worden war. Trump erklärte, die „letzten Aspekte und Details“ eines „Memorandums der Verständigung“ seien noch in Diskussion und würden „in Kürze bekannt gegeben“. Er versprach, den Wasserstraßen-Engpass Hormus als Teil dieses Abkommens zu öffnen.
Jedoch widersprach die iranische Nachrichtenagentur Fars, die eng mit dem Islamischen Revolutionären Garde Corps verbunden war, dieser Aussage. Fars berichtete, dass der Engpass unter iranischer Kontrolle verbleiben würde und dass Trumps Behauptung, ein Abkommen sei nahezu abgeschlossen, „inkonsistent mit der Realität“ sei. Drei hochrangige iranische Beamte teilten der New York Times mit, dass das Abkommen den Kampf in Iran und Libanon beenden würde und 25 Milliarden Dollar iranischer Vermögenswerte, die im Ausland eingefroren waren, freisetzen könnte. Zudem müsse ein nukleares Abkommen innerhalb von dreißig bis sechzig Tagen ausgehandelt werden.
Die Wichtigkeit des Hormus-Jochs für den globalen Handel blieb unbestritten. Dieser Wasserweg bildete eine der lebenswichtigsten Arterien für den Welthandel. Die Kontrolle Irans über diesen Engpass hatte den internationalen Schiffsverkehr lahmgelegt und die Energiepreise in die Höhe getrieben, was die Befürchtung einer globalen Wirtschaftskrise verstärkte. Etwa zwanzig Prozent aller weltweiten Ölbestände und Seefrachtschiffe nutzten diesen Kanal. Optionen, den Engpass zu umgehen, blieben begrenzt.
Die Verhandlungen zwischen Iran und Pakistan zeigten „ermutigenden“ Fortschritt hin zu einem endgültigen Verständnis. Zwei pakistanische Quellen, die an den Verhandlungen beteiligt waren, teilten Reuters mit, dass das ausgehandelte Rahmenwerk „fair umfassend“ sei, um den Krieg zu beenden. Iran signalisierte zudem „enge Unterschiede“ in den Verhandlungen, nachdem der pakistanische Armeechef Asim Munir weitere Gespräche in Teheran führte.
Der US-Außenminister Marco Rubio deutete frühere „gute Zeichen“ an, äußerte aber gleichzeitig Zurückhaltung und forderte eine vorsichtige Haltung. Trump gab seine Ankündigung über Truth Social bekannt und betonte, dass die finalen Details des Abkommens diskutiert wurden. Dennoch blieb die Realität, dass die iranische Seite die vollständige Öffnung des Wasserwegs ablehnte, was die diplomatische Lage in der Region weiter komplizierte.