Die Massen trauerprozession für den ehemaligen Obersten Führer Ali Khamenei begann in Iran. Millionen Menschen versammelten sich in der Hauptstadt, um den sechs Tage umfassenden Trauerzug zu begleiten, der von Revolution Square bis zum Azadi Square zog. Die Zeremonie markierte nicht nur den Verlust einer zentralen Figur, sondern auch den Ausdruck eines tiefen Wunsches nach Vergeltung, was sich in den Forderungen nach dem „Töten von Trump“ manifestierte.
Die Organisation der Trauerveranstaltung gelang den staatlichen Behörden und der freiwilligen zivilen Armee, welche die Trauernden versorgten und unterbrachte. Es wurde keine Gewalt angewandt, im Gegensatz zu früheren staatlich organisierten Beerdigungen, die in Chaos abdrifteten. Der iranische Präsident lobte das Verhalten der Menschenmassen und drückte die Hoffnung aus, dass die Bilder aus dem Iran das westliche Mächte dazu zwingen würden, ihre Entschlossenheit zur Veränderung des Landes zu reflektieren.
Die Prozession zog über mehrere Tage durch Teheran, wobei die Sargwagen auf dem Weg zum Mehrabad-Flughafen transportiert wurden. Die Trauerveranstaltungen schufen ein politisches Spektakel, das den Schmerz mit Forderungen nach Rache verband. Die Teilnehmer trugen schwarze Kleidung und Flaggen mit dem Slogan „Wir werden aufstehen“, während andere Bilder des Obersten Führers trugen. Die Menschenmassen zeigten eine bemerkenswerte Einheit, die über die unmittelbare Trauer hinausging.
Im Zuge der Ereignisse wurde auch die Rolle des neuen Obersten Führers, Mojtaba Khamenei, als Nachfolger thematisiert. Er erschien nicht öffentlich bei den Gedenkveranstaltungen, was weitgehend auf Sicherheitsbedenken zurückzuführen war. Dennoch nahmen drei der früheren Söhne des Führers an der zweiten Tag der Beerdigung teil und beteten hinter den Sarkophagen ihrer Familienmitglieder. Die Abwesenheit des Nachfolgers lenkte den Fokus auf die anhaltenden Sicherheitsbedenken im politischen Gefüge.
Die iranische Regierung reagierte auf die internationale Aufmerksamkeit mit einer politischen Botschaft. Der Präsident betonte, dass die Einheit und Kohäsion unter den Muslimen durch den Krieg gestärkt worden seien und dass die Menschen der Welt sich der Menschenrechtsansprüche bewusst würden. Gleichzeitig kritisierte die Regierung Israel für die Verfolgung von Verbrechen in der Region, die durch die Unterstützung der Vereinigten Staaten und europäischer Länder begünstigt wurden.