Iran befand sich inmitten eines fünfmonatigen Konflikts mit den Vereinigten Staaten, doch die Nation litt unter einer Reihe innerer Krisen. Diese Krisen betrafen öffentliche Hinrichtungen, die steigenden Lebenshaltungskosten und den angeblichen Bias des staatlichen Rundfunks. Unabhängig von politischen oder kulturellen Ereignissen verzeichnete Iran eine anhaltende Destabilisierung. Eine wachsende Bedrohung durch eine langwierige diplomatische Blockade entstand, da weder Seite glaubte, dass die andere Partei an Vereinbarungen festhalten würde. In Iran gewannen die Befürworter der Eskalation somit. Folglich wurde eine Konvergenz der inneren und äußeren Konflikte wahrscheinlicher.
Die Bilder einer scheinbar kohäsiven, aber brüchigen Gesellschaft, die bei der Beerdigung des Obersten Führers Ali Khamenei auftraten, zeigten jedoch nur eine Seite der öffentlichen Stimmung. Masoud Pezeshkian, der Präsident Irans, warnte bei einer jüngsten Sitzung des obersten Justizrates, dass der Krieg nicht nur ein Konflikt der Raketen sei. Der Feind habe erkannt, dass er die iranische Nation nicht durch militärische Angriffe zur Kapitulation zwingen konnte. Der wichtigste Schlachtfeld sei die Wirtschaft und das Wohlergehen der Bevölkerung. Sollten wirtschaftlicher Druck soziale Unzufriedenheit hervorrufen, würde der enorme soziale Zusammenhalt, den die Menschen für das System geschaffen hatten, verloren gehen.
Die Verzweiflung manifestierte sich in einem zirkulären Muster. Golshan Fathi, eine Menschenrechtsaktivistin, beschrieb den Kreislauf der Angst: Morgens der Gebetsruf, mittags Stromausfälle, nachmittags Wasserstopp, abends die Angst vor Krieg und erneuten Angriffen auf Städte, und um Mitternacht erzitterte die Erde. Sie betonte, dass die Menschen täglich nur das Durchhalten praktizierten, bis eine müde Lande nicht mehr fragte, was die Zukunft bringen würde. Politische Proteste existierten ebenfalls, sei es in Gefängnissen oder auf den Plätzen von Isfahan gegen die Hinrichtungen. Kritiker fragten sich, warum die Verurteilungen öffentlich stattfanden, während die Gerichtsverfahren im Verborgenen abgehalten wurden.
Einige Aktivisten warnen vor den Folgen des Konflikts. Azar Mansouri betonte, dass Krieg nicht nur ein militärischer Konflikt sei, sondern die Zerstörung der Wirtschaft, die Erosion des sozialen Kapitals und die Verbreitung der Verzweiflung. Eine Gruppe von 268 politischen Aktivisten unterzeichnete eine Erklärung, die besagte, dass Krieg keine Gewinner besitze. Andere betonten, dass die Erfahrung Irans zeigte, dass Krieg keine Gewinner besitze. Diese Befürchtung, dass Diplomaten verloren seien und Iran in einen ewigen Krieg gedrängt werde, verstärkte die Stimmung.
Die Kritik richtete sich auch gegen die Medien. Die staatliche Rundfunkanstalt IRIB wurde als Plattform der Hardliner angesehen, anstatt als Spiegel einer vielfältigen Gesellschaft. Die Regierung beklagte die Zensur und die Zerstörung von Abkommen, die zur Bewältigung der Krise geschlossen worden waren. Es stellte sich die Frage, ob das iranische Rundfunksystem der Einheit Irans diente oder jenen, die von Spaltung, Spannung und Polarisierung profitierten. Es wurde ein vollständiger Umbau der Rechenschaftspflicht der Organisation gefordert.
Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts waren gravierend. Es drohten in den nächsten sechs Monaten Lebensmittelrationierungen. Mehr als eine Million Arbeitsplätze verloren durch den Krieg. Die Lebensmittelinflation erreichte im Juli 134 Prozent, was das monatliche Lebensmittelbudget der Haushalte verdoppelte. Die reale Kaufkraft des Mindestlohns brach ein. Die Zerstörung von Infrastruktur, wie Hotels auf der Insel Kish oder Flughäfen, machte die Region unbrauchbar. Zudem enthüllte Zabihullah Khodayian die Dimension der Devisenkorruption bei sogenannten Treuhandgesellschaften, die zur Umgehung von Sanktionen eingerichtet wurden. Es bestand die Gefahr, dass ein großer Skandal aufgedeckt wurde, der die iranische Elite betraf und den gesamten sozialen Zusammenhalt untergrub.