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Iran lehnte UN-Plan zur Freilegung von Schiffen im Hormus-Straße

Konflikt zwischen iranischer und omanischer Vision gefährdete Schifffahrt und diplomatische Bemühungen

Iran lehnte Pläne der Vereinten Nationen zur Massenevakuierung von Schiffen durch die Hormus-Straße ab. Diese Entscheidung stellte eine neue Bedrohung für die freie Durchfahrt kommerzieller Schiffe durch die Meerenge dar. Der Vorschlag, unterstützt von Oman, bildete möglicherweise die erste Phase eines umfassenderen omanischen Entwurfs zur Einrichtung einer neuen Verwaltung der Straße, basierend auf freiwilligen Gebühren und modelliert nach dem Mechanismus der Malakka- und Singapur-Straße. Diese Intervention zeigte, dass die Vorstellungen von Oman und Iran bezüglich der Straße auseinandergingen, obwohl beide Seiten versuchten, ihre Pläne abzustimmen.

Die iranische Reaktion beeinträchtigte zudem die Bemühungen der saudischen Regierung, eine Konferenz zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den Golfstaaten und dem Iran in einem neuen Nichtangriffspakt zu veranlassen. Die Schifffahrt durch die Meerenge hatte sich seit der Unterzeichnung eines gegenseitigen Verständigungsschreibens zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten letzte Woche stetig erhöht. Im Rahmen dieses Abkommens stimmte Teheran zu, seine besten Anstrengungen zu unternehmen, um die vollständige Freiheit der Schifffahrt für mindestens sechzig Tage ohne jegliche Gebühren oder Zölle wiederherzustellen.

Am Donnerstag lehnte die Islamische Revolutionäre Garde die Koordinaten zweier neuer temporärer Evakuierungsrouten ab, welche von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) in Zusammenarbeit mit Oman angekündigt wurden. Eine bereits existierende Transit-Trennungsschemata-Route blieb aufgrund von Minen unpassierbar. Die IMO schlug zwei Routen vor: eine nördlich des Transit-Trennungsschemata in iranischen Hoheitsgewässern und eine südlich in omanischen Gewässern, welche wesentlich besser befahrbar war.

Die IMO und Oman berieten, dass die Evakuierung von Hunderten von Schiffen, von denen einige monatelang gefangen waren, mit beiden Organisationen koordiniert werden müsse, um Transitzeiten und Wartebereiche zuzuweisen. Die Mitteilung der Koordinaten erfolgte durch das Nationale Hydrographische Amt Omans, doch die negative Reaktion der IRGC deutete darauf hin, dass die Zustimmung Irans fehlte.

Die IRGC beschrieb alternative Transitrouten als „inakzeptabel und völlig gefährlich“. Sie mahnten zur Einhaltung der offiziellen Routen und betonten, dass die Koordination mit der IRGC-Marine für jede Durchfahrt durch die strategische Wasserstraße „zwingend“ sei. Die Meerenge erwies sich als iranischem zentralem Verhandlungsinstrument, welches Teheran nicht schwächen wollte, während Verhandlungen über die Aufhebung von US-Sanktionen und die Zukunft seines nuklearen Programms noch liefen.

Oman zeigte sich im Gegensatz zum Iran als vollständiger Unterzeichner der UN-Konvention und bestand darauf, dass sein Schema lediglich freiwillige Beiträge zu Umwelt- und Sicherheitsdiensten suchte. Die Golfstaaten und westliche Länder warnten Iran und Oman davor, Gebühren oder Zölle für Dienstleistungen zu erheben, da dies einen Verstoß gegen die Grundprinzipien des Seerechts darstellte. Oman glaubte, dass die Zusammenarbeit mit der humanitären Rettungsmission der IMO die Wahrscheinlichkeit erhöhte, dass eine Einigung über ein neues langfristiges System erzielt wurde.

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