Iran und Oman einigten sich auf die geografischen Koordinaten einer Schifffahrtsroute durch die Hormus-Straße. Das iranische Außenministerium gab an, dass ein gemeinsames Pressemitteilungsprozess finalisiert werde, sofern keine Dritten in die Angelegenheit eingriffen. Der Sprecher des Außenministeriums betonte jedoch, dass dieses Abkommen allein keine Sicherheit in der strategischen Wasserstraße garantierte.
Das Arrangement zwischen den beiden Ländern diente als Übergangslösung für den Streit um die Straße. Es sollte den Weg für weitere Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ebnen, insbesondere hinsichtlich des iranischen Nuklearprogramms. Eine zentrale Bedingung für die Öffnung der Straße lag in der Aufhebung der Seeblockade der iranischen Häfen durch die Vereinigten Staaten.
Der iranische Außenminister warnte davor, dass die Unsicherheit der Hormus-Straße weiterhin bestand. Er argumentierte, dass die militärischen Blockaden und aggressive Handlungen der Vereinigten Staaten gegen den Iran die Lage beeinflussten. Die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs hing somit unmittelbar von der Erfüllung der Verpflichtungen der Vereinigten Staaten ab.
Die globale Ölversorgung, welche einen Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgas transportierte, litt unter der Blockade. Die jüngsten Ereignisse im Roten Meer, insbesondere die Angriffe auf Öltransporter durch die Houthi-Rebellen, erhöhten die Ölpreise signifikant. Diese Entwicklungen verdeutlichten die Abhängigkeit der globalen Märkte von der Stabilität dieser kritischen Wasserwege.
Obwohl die Verhandlungen positiv verliefen, blieben die Details des endgültigen Abkommens unklar. Iran forderte eine größere Kontrolle über die Route, während die Vereinigten Staaten diese Forderungen entschieden ablehnten. Die Öffnung der Hormus-Straße hing letztlich von einer Änderung des Verhaltens und der Korrektur der Handlungen der Vereinigten Staaten ab.