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Politik

Iran-Pakistan-Spannung: Diplomatie scheiterte, US-Angriffe drohten

Iranische Forderungen nach nationaler Souveränität kollidierten mit dem Wunsch nach einem Waffenstillstand

Der Iran präsentierte seine Positionen in einer diplomatischen Phase, die von einer intensiven Verhandlung zwischen der iranischen Delegation und der pakistanischen Armee führte. Der oberste Verhandler des Iran erklärte, dass bei Gesprächen über seine nationalen Rechte keinerlei Kompromisse zugelassen würden. Er kritisierte die Vereinigten Staaten als unaufrichtigen Verhandlungspartner. Diese Äußerungen erfolgten inmitten einer diplomatischen Flut, die darauf abzielte, neue US-Angriffe auf den Iran abzuwenden.

Der iranische Parlamentssprecher betonte, dass die iranische Seite ihre „legitimen Rechte“ sowohl auf dem Schlachtfeld als auch in Verhandlungen sichern würde. Er warnte davor, dass eine Wiederaufnahme des Krieges zu einer noch härteren und bittereren Reaktion gegen die Vereinigten Staaten führen würde. Gleichzeitig berichtete die iranische Staatsmedien, dass die iranische Armee ihre Fähigkeiten während des Waffenstillstands, der Anfang April begann, wieder aufgebaut hatte.

Die Gespräche zwischen den Parteien verlangten eine Klärung der Situation, da die Vereinigten Staaten Berichte über mögliche neue Luftangriffe auf den Iran vorlegten. Die Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern stagnierten. Die Trump-Administration bereitete eine neue Runde von Angriffen vor, obwohl militärische Analysten Zweifel äußerten, dass eine erneute Luftkampagne das Gleichgewicht zugunsten Washingtons verschieben konnte.

Pakistan fungierte als Vermittler zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten und leitete in jüngster Zeit eine erneute Bemühung, die Kluft zwischen den beiden Mächten zu überbrücken. Der Chef der pakistanischen Armee traf sich am Samstag mit dem iranischen Präsidenten sowie dem Außenminister, bevor er Teheran verließ. Die Gespräche konzentrierten sich auf einen 14-Punkte-Friedensvorschlag des Iran sowie auf die Kommunikation zwischen den Parteien.

Ein Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran bestand seit Anfang April. Dieser Waffenstillstand sollte nicht nur den Kampf stoppen, sondern auch Raum für Verhandlungen über die Wiedereröffnung des Hormusstraits – eines Engpasses für etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen – sowie über Irans nukleares und ballistisches Raketenprogramm geben. Trotz der Vermittlungsbemühungen verlief die Diskussion weitgehend ohne Fortschritte, und der Straß überblieb größtenteils geschlossen.

Der US-Außenminister Marco Rubio äußerte bei einem Besuch in Indien vorsichtigen Optimismus hinsichtlich der Verhandlungen. Er betonte, dass Fortschritte erzielt worden seien, auch wenn noch Arbeit vorlag. Vermittler gaben an, dass sie nahe daran waren, den Waffenstillstand um 60 Tage zu verlängern und einen Rahmen für Gespräche über Irans nukleares Programm festlegten.

Analysten warnten jedoch davor, dass die Vereinigten Staaten in einer noch prekäreren Lage befanden als zu Beginn des Iran-Krieges. Die Vereinigten Staaten hatten einen Großteil ihrer Vorräte an fortschrittlichen Raketenabwehrsystemen aufgebraucht, welche für die Verteidigung ihrer Basen und Verbündeten im Nahen Osten unerlässlich waren. Zudem zeigte die US-Öffentlichkeit Frustration über die steigenden Gaspreise und die Inflation, die durch die Schließung des Hormusstraits verursacht wurden. Die Popularität von Trump sank auf einen historischen Tiefstand von etwa 37 Prozent.

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