Iranische Aktivisten berichteten den Nachrichtenagenturen von tiefgreifenden psychischen Belastungen, die durch die anhaltende staatliche Repression und die ständige Bedrohung durch Krieg verstärkt wurden. Eine Aktivistin, die unter strenger Verfolgung lebte, erlebte eine erhebliche Traumatisierung, die sich in körperlichen und seelischen Symptomen manifestierte. Die Angst vor einem erneuten Konflikt ließ ihre Psyche stark belasten und führte zu bleibenden körperlichen Schäden.
Die Aktivistin berichtete von einer akuten Angst, die durch verstörende Geräusche ausgelöst wurde. Diese psychische Belastung führte zu einer Funktionsbeeinträchtigung ihrer linken Hand, da die innere Anspannung dieses Teil des Körpers lahmlegte. Sie äußerte die tiefe Furcht, dass der Krieg erneut ausbrechen könnte, was eine existenzielle Bedrohung darstellte. Die staatlichen Behörden stellten Machtdemonstrationen auf den Straßen dar, darunter Paraden von Frauen, die mit schweren Waffen ausgestattet fuhren, was die Atmosphäre der Unterdrückung verdeutlichte.
Die Erfahrung der Verfolgung hinterließ tiefe Hilflosigkeit. Aktivisten beschrieben, dass sie Handlungen vollzogen, die sie nicht beeinflussen konnten, wie beispielsweise die Hinrichtungen von Verhafteten während des Januar-Aufstands. Diese Ereignisse zeigten die Brutalität des Regimes und führten zu einem Verlust des öffentlichen Raumes. Die Angst vor der Verhaftung blieb allgegenwärtig; jede Ankunft eines Fahrzeugs oder jeder Anruf zur Vernehmung erzeugte bei ihr Panik.
Die Verfolgung ging über die Verhaftung hinaus. Aktivisten berichteten von direkten Konfrontationen mit Geheimpolizei und der Angst vor willkürlichen Maßnahmen. Eine Verhaftete wurde nach einer kurzen Auseinandersetzung mit einer jungen Frau in der Öffentlichkeit festgehalten. Die Vernehmung endete erst nach einer Bedingung, die öffentliche Stillschweigen für zwei Monate in Kauf nahm, unter Androhung der Einzelhaft. Diese Situation verdeutlichte die erdrückende Kontrolle, die die Bürger erlebten.
Die Kombination aus staatlicher Repression und den Auswirkungen der externen Konflikte vertiefte die psychische Krise Irans. Berichte über die Todesfälle von Zivilisten und die Zerstörung von Gebäuden führten zu tiefem Schmerz. Das Gesundheitssystem litt unter der Last dieser Traumata. Ein Arzt berichtete von der Überlastung der psychologischen Dienste, da nur wenige Psychologen zur Verfügung standen, um eine Bevölkerung von Zehntausenden zu versorgen. Die medizinischen Einrichtungen erlebten zudem Angriffe, was die bereits knappen Ressourcen weiter belastete.
Die Aktivisten äußerten die Sorge, dass die Repression zunehmen würde, falls der Krieg mit der Fortführung des Regimes endete. Dennoch drückten sie die Hoffnung aus, dass die Widerstandsfähigkeit Irans diese Schwierigkeiten überstehen ließe. Sie betonten, dass die Notwendigkeit, das Land zu erhalten, die Bereitschaft zur Akzeptanz von Gefängnisstrafen einschloss.