Eine neue Runde eskalierender Angriffe zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten untergrub die fragile Zwischenfriedensvereinbarung zwischen den beiden Ländern. Dies führte dazu, dass Donald Trump Drohungen der Gewalt aussprach, welche die Existenz der Islamischen Republik Iran angeblich beenden sollten.
Am Sonntag startete Teheran Drohnen- und Raketenangriffe auf Bahrain und Kuwait. Diese Aktionen folgten neuen US-Angriffen auf Standorte im Süden des Iran und einer Androhung eines „vollständigen Stopps“ der Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Der US-Präsident verkündete in sozialen Medien: „Wenn dies geschieht, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!”
Kuwait, das eine wichtige US-Militärbasis beherbergte, berichtete, dass es zwei ballistische Raketen abgefangen hatte. Bahrains Innenministerium bestätigte, dass die iranischen Angriffe ein Wohngebäude in der Nähe des internationalen Flughafens beschädigt hatten, jedoch keine Todesfälle gemeldet wurden.
Die jüngste Gewalt resultierte aus den Bemühungen, den Straße von Hormus für den gesamten Schiffsverkehr ohne direkte Kontrolle des Iran wieder zu öffnen. Diese strategisch entscheidende Wasserstraße transportierte einst ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen vor dem Krieg und galt lange als internationaler Durchgang. Die USA bezeichneten ihre Angriffe als direkte Reaktion auf die anhaltende iranische Aggression gegen den kommerziellen Schiffsverkehr und zielten auf iranische militärische Überwachungseinrichtungen, Kommunikationssysteme und Minenplatzierungsanlagen.
Teheran forderte die alleinige Kontrolle über die Wasserstraße und warnte davor, jegliche Versuche, neue oder getrennte Vereinbarungen zu treffen, die Reibungsverluste und die Verzögerung der Wiedereröffnung von Hormus zu verursachen. Beobachter sahen darin einen Versuch des Iran, seine Fähigkeit zur Bedrohung des Schiffsverkehrs als Hebel gegen die USA und zur Einschüchterung der Nachbarstaaten zu nutzen und eine dominantere Rolle in der Region zu etablieren.
Parallel dazu verschärfte sich die Lage im Libanon. Die jüngsten Zusammenstöße zwischen Israel und dem Iran bedrohten die Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Iran und den USA. Israel führte einen neuen Angriff gegen die Außenbezirke von Deir Seryan und Taybeh durch, zwei Tage nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Beendigung der Feindseligkeiten. Diese Vereinbarung sah eine anfängliche Ausweichbewegung der israelischen Streitkräfte vor, die durch libanesische Streitkräfte ersetzt werden sollten, welche die lokale Sicherheit und die Entmilitarisierung der Infrastruktur der حزب الله übernehmen sollten.
Die Vermittler aus Katar und Pakistan konnten Washington und Teheran zwar zusammenbringen, jedoch scheiterten sie daran, grundlegende Streitpunkte wie die Zukunft der Straße von Hormus, die Entlastung von Sanktionen für Teheran und die Zukunft des iranischen Nuklearprogramms zu lösen. Die Konfliktparteien standen unter innenpolitischem Druck, einen erneuten Konflikt zu vermeiden und für den Moment eine Waffenruhe zu wahren.