Die irische Polizei engagierte sich mit ihren jordanischen Kollegen im Rahmen einer Mordermittlung, erklärte der Justizminister Irlands. Letzten Dienstag reagierten die Gardaí auf einen Vorfall in Killarney, County Kerry, wo eine Frau in ihren Vierzigern am Tatort verstorben war. Die Opfer wurde lokal als Jamey Carney bezeichnet, die ursprünglich aus New York stammte und vor fünf Jahren in der Region wohnte.
Die Ermittler suchten einen Mann, den sie im Zusammenhang mit dem Mord befragen wollten, jedoch hatte dieser die Zuständigkeit verlassen. Der Minister für Justiz Irlands, Jim O’Callaghan, äußerte sich gegenüber dem irischen Sender RTÉ und betonte die Bereitschaft der Polizei, internationale Partner bei ihren Ermittlungen einzubeziehen. Interpol und Europol wurden über die laufende Untersuchung informiert.
O’Callaghan äußerte sich mitfühlend gegenüber der Familie und den Freunden der Opfer und erklärte, dass die Gardaí eine klare Ermittlungslinie verfolgten. Der Mann, der mit dem Opfer bekannt war, wurde von den Gardaí nicht öffentlich benannt, doch er galt als „Person von Interesse“ in der Untersuchung.
Es stellte sich heraus, dass der Verdächtige einen Bus nach Dublin und anschließend einen Flug nach dem Nahen Osten nahm, wo er ursprünglich herkomme. Die Verfolgung des Täters gestaltete sich jedoch schwierig, da zwischen Irland und Jordanien kein Auslieferungsabkommen existierte.
Der Minister betonte die Komplexität der Situation: „Es war offensichtlich schwierig. Ich werde nicht versuchen, es einfach darzustellen. Wenn er sich in einem Land befindet, in dem wir kein Auslieferungsabkommen besitzen, konnte es schwierig sein, ihn zu erwischen.“ Er versicherte, dass die Gardaí mit anderen Polizeibehörden weltweit gute Kontakte besaßen und jede Ermittlungslinie verfolgten, um sicherzustellen, dass eine Person, falls sie für eine Straftat angeklagt wurde, zur Rechenschaft gezogen werden konnte.