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Sport

Irland: Pressekonferenz vor kontroversem Spiel gegen Israel verschoben

Boykott-Appelle und Unsicherheit im Team

Die Republik Irland verschob die vor dem Spiel gegen Israel in Ungarn geplante Pressekonferenz der UEFA Nations League. Die Verschiebung erfolgte kurz vor dem Termin, was zu erheblicher Unsicherheit führte. Die Begegnung, die Heimir Hallgrimsson und sein Team am Sonntag um 19:45 Uhr BST in Debrecen spielten, war bereits seit der Verlosung der Gruppe B3 umstritten. Es entstanden Forderungen nach einem Boykott des Spiels, die von Aktivisten und Organisationen wie dem Irish Sport for Palestine laut wurden.

Verschiedene ehemalige Manager und internationale Spieler unterstützten die Aufrufe zum Boykott. Brian Kerr und James McClean, ehemalige Manager und internationale Spieler der Republik Irland, hatten sich für den Rückzug aus den Spielen ausgesprochen. Innerhalb der Mannschaft gab es jedoch auch Stimmen, die argumentierten, dass das Spiel stattfinden sollte, wobei Spieler wie Jason Knight und Chiedozie Ogbene die Öffentlichkeit aufforderten, den Druck bezüglich der Spielvorbereitung nicht auf das Team auszuüben.

Die Verschiebung der Konferenz selbst verstärkte die Verwirrung. Ein UEFA-Beamter informierte die wartenden Medienvertreter, dass die Pressekonferenz auf die Zeit nach dem Training verschoben wurde. Kurz darauf verkündete der Beamte, dass auch die Trainingseinheit des Teams verschoben worden war, ohne einen neuen Termin festzulegen. Es blieb somit unklar, wann die Pressekonferenz stattfinden würde und welche genauen Pläne das Team verfolgte.

Die Spieler trafen sich am Freitag, um ihre Ansichten zum bevorstehenden Spiel und dem Rückspiel in Serbien darzulegen. Obwohl die Spieler eine Erklärung für den Samstag geplant hatten, führte die Verzögerung zu weiteren Ungewissheiten. Berichte über den möglichen Rücktritt eines Spielers aus der Mannschaft traten hinzu, was die Situation weiter komplizierte.

Die gesamte Angelegenheit spielte sich inmitten des anhaltenden Konflikts zwischen Israel und dem Gazastreifen ab. Die Situation wurde durch den Angriff der palästinensischen Gruppe Hamas am 7. Oktober 2023 verschärft, welcher Tausende von Menschen tötete und Hunderttausende von Geiseln in Anspruch nahm. Als Reaktion darauf führte Israel eine umfassende militärische Offensive in Gaza durch, wobei laut dem Gesundheitsministerium der Hamas-Regierung mehr als 73.000 Menschen starben. Diese geopolitische Lage beeinflusste die sportlichen Entscheidungen der Teams maßgeblich.

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