Eine Gruppe von dreizehn Frauen und Kindern, die Verbindungen zur islamistischen Organisation haben, begann, aus einem syrischen Haftlager nach Australien zurückzukehren. Diese Personen befanden sich seit 2019 im al-Roj-Haftlager und waren Gegenstand intensiver politischer Debatten in Australien, da die Regierung keine Unterstützung für deren Rückkehr versprach. Die Gruppe teilte sich in zwei Teile: Drei Frauen und acht Kinder landeten am Donnerstag in Melbourne, während eine weitere Frau und ihr Kind nach Sydney reisten.
Die Gruppe in Melbourne umfasste die Großmutter Kawsar Abbas sowie ihre erwachsenen Töchter Zeinab und Zahra Ahmed und ihre acht Kinder. Abbas ist verheiratet mit Mohammad Ahmad, dessen Wohltätigkeitsorganisation von der australischen Polizei verdächtigt wurde, Gelder an den Islamischen Staat weiterzuleiten. Die Frau, die nach Sydney reiste, wurde von lokalen Medien als Janai Safar identifiziert, die zuvor als Krankenpflegerin studiert hatte und 2015 nach Syrien reiste, wo sie mit einem Kämpfer des Islamischen Staates verheiratet war.
Die Gruppe gehört zu einer größeren Kohorte von 34 Personen, die Familienmitglieder von Kämpfern des Islamischen Staates sind, die im Februar aus dem Lager verließen und aus „technischen Gründen“ zurückkehrten. Die australische Regierung lehnte eine offizielle Repatriierung dieser Personen ab, was zu den aktuellen Rückkehrplänen führte. Einige Mitglieder dieser Gruppe wurden bereits früher von der Regierung mit einer vorübergehenden Ausschlussanordnung von der Rückkehr ausgeschlossen.
Der Minister für inneres Angelegenheiten Tony Burke äußerte sich scharf zur Situation und betonte, dass die Frauen die schreckliche Entscheidung getroffen hätten, sich einer gefährlichen terroristischen Organisation anzuschließen und ihre Kinder in eine unerträgliche Lage zu bringen. Er warnte, dass Mitglieder dieser Kohorte, die Straftaten begangen hatten, mit der vollen juristischen Gewalt rechnen müssten. Die Regierung hatte seit 2014 Pläne zur Überwachung und Verwaltung dieser Personen entwickelt.
Die Regierung betonte zudem die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewaltextremismus zu ergreifen. Die Rückkehr der Familien führte zu einer Diskussion über die Verantwortung der Staatlichen Institutionen und die zukünftige Handhabung dieser Fälle. Die Sicherheitsbehörden äußerten sich zwar zunächst nicht unmittelbar besorgt, signalisierten jedoch, dass die Rückkehr der Gruppe die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde.